Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.08.2019


Bezirk Imst

Eine Küche kocht regional für Kinder und Senioren

Im Pflegeheim Pitztal werden schon jetzt gut 200 Essen täglich zubereitet. Das Essen auf Rädern rollt künftig auch zu Kindern.

In der Küche des Pflegeheims Pitztal in Arzl werden die Mahlzeiten für Senioren, Pflegeheimbedienstete und künftig auch für den Mittagstisch der Pitztaler Kindergärten und Schulen mit regionalen Produkten zubereitet.

© ParthIn der Küche des Pflegeheims Pitztal in Arzl werden die Mahlzeiten für Senioren, Pflegeheimbedienstete und künftig auch für den Mittagstisch der Pitztaler Kindergärten und Schulen mit regionalen Produkten zubereitet.



Von Thomas Parth

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Arzl im Pitztal – Zu Schul­beginn startet das Pitztal in eine neue kulinarische Ära. Pünktlich am 9. September wird das „Essen auf Räder“-Angebot ausgeweitet. Das Pflegezentrum Pitztal wird nämlich nicht nur ältere und kranke Mitbürger, sondern auch alle Schüler und Kindergartenkinder mit warmen Mahlzeiten versorgen.

Ein Fahrer bringt die Essensboxen per Kleinbus an zentral­e Verteilerpunkte in den vier Pitztaler Orten Arzl, Wenns, Jerzens und St. Leonhard. Von dort aus übernehmen Freiwillige des Sozialsprengels den Weitertransport bis zum jeweiligen Mittagstisch.

Mit dem Bau des Pitztaler Pflegeheimes 2013 wurde eine Lücke in der Pflege geschlossen, wie Heimleiter Adalbert Kathrein bestätigt: „Wir haben neben der Pflege, wo die Warteliste immer länger und länger wird, auch das Essen auf Rädern auf die Beine gestellt. Dies in erster Linie, um diejenigen, die auf der Liste stehen, zu unterstützen.“ Die ersten Probeläufe stießen auf positiven Widerhall und durch die Mundpropaganda hat sich das Angebot rasch herumgesprochen. „Der Sozialsprengel kennt die Leute vor Ort und übernimmt die Verteilung der Essen“, lobt Kathrein. Und dass sich das Essen auf Rädern positiv herumgesprochen hat, ist nicht zuletzt ein Verdienst von Küchenchef Markus Mair und seinem Team. „Wir beschäftigen auch in der Küche heimisches Personal, bilden Lehrkräfte aus und leisten durch den regionalen Einkauf der Lebensmittel, die wir verbrauchen, unseren Beitrag“, legt Kathrein sein Konzept offen: „Ein Geschäft ist nur dann ein gutes Geschäft, wenn beide Partner davon profitieren. Darum sichern wir unseren Lieferanten eine fixe Abnahme zu fairen Preisen zu.“

Nachdem man in Arzl begonnen hat, auch Kinderbetreuungseinrichtungen zu beliefern, kommen ab Herbst alle Orte in diesen Genuss. „Wir wollen auch aktiv an der Marke Pitztal mitarbeiten“, sichert Kathrein zu.