Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 05.09.2019


Standort Tirol

WK-Chef Walser will Qualität im Tiroler Tourismus

Qualität statt Quantität wünscht sich WK-Chef Walser für den Tiroler Tourismus. Die Fafga präsentiert den „Gast aus China“.

Philipp Stohner (Kochverband), Christoph Walser (WK-Tirol), Stefan Kleinlercher (CMI) sowie Josef Hackl (Sparte Tourismus; v. l.).

© CMIPhilipp Stohner (Kochverband), Christoph Walser (WK-Tirol), Stefan Kleinlercher (CMI) sowie Josef Hackl (Sparte Tourismus; v. l.).



Innsbruck – „Das gute Programm zieht gutes Publikum an“, sagt der Fafga-Projektleiter bei Congress Messe Innsbruck (CMI), Stefan Kleinlercher. Von 16. bis 19. September bietet die Hotel- und Gastronomiefachmesse am Messe-Areal in Innsbruck wieder ihre Produkte und Leistungen. Mit über 60 Erstausstellern und insgesamt rund einem Viertel Tiroler Unternehmen geht die Fafga alpine superior in die 33. Auflage. Für das Fachpublikum wird „der chinesische Gast“ ebenso thematisiert wie „Digitalisierung“ oder der „gesunde Schlaf“.

Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser betonte gestern bei der Präsentation des Programmes die Bedeutung des Tourismus für Tirol. Tirol würde heute nicht dastehen, wie es dasteht. „Die Täler wären ohne den Tourismus vermutlich ausgestorben.“ Die Zukunft liegt für Walser jedoch im Qualitätstourismus. „Früher haben wir die Quantität nach Tirol gebracht, das ist vorbei.“ Auch in puncto Qualität brauche sich Tirol aber nicht zu verstecken, es gebe gute Häuser und gute Gastronomie. Walser beobachtet auch – vor der Wahl – einen Trend „zum Klimaexperten“. Und er betont die Bedeutung der Unternehmer – diese seien „der Motor für Veränderungen und Innovationen“.

Der Obmann der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer, Josef Hackl, betont die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Regionalität im Tourismus. Die Sehnsucht des Gastes nach „Natürlichkeit und Bodenständigkeit“ werde ernst genommen. Und er stellt durchaus auch traditionelle Kriterien, etwa für Fünf-Sterne-Häuser, in Frage: „Braucht es tatsächlich eine Stoffserviette, die gewaschen und gebügelt werden muss?“ Hackl schlägt stattdessen qualitativ hochwertiges Vlies vor. Kritik übt er an der Arbeiterkammer, das gute Gehalt im Tourismus, das in acht Monaten verdient werde, werde auf zwölf Monate hochgerechnet, das sei nicht fair. (ver)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.