Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 31.08.2019


Tirol

Offensive in Innsbruck: Wetscher MAX vor Start

Wetscher geht im Greif-Center mit neuem Konzept ins Rennen.

Vor der Eröffnung (v. l.): Geschäftsleiter Klaus Schweiger, Firmenchef Martin Wetscher sowie Namens- und Ideengeber Maximilian Wetscher.

© WetscherVor der Eröffnung (v. l.): Geschäftsleiter Klaus Schweiger, Firmenchef Martin Wetscher sowie Namens- und Ideengeber Maximilian Wetscher.



Innsbruck – Dass Wetscher nach dem Totalabverkauf beim Avanti-Möbelmarkt im Innsbrucker Greif-Center in der Andechsstraße etwas ganz Neues plant, war bereits vor Wochen auch offiziell bestätigt worden. Kommenden Donnerstag (5. September) soll am Standort in unmittelbarer Nähe zur Autobahnabfahrt Innsbruck-Ost das zweite Standbein des international beachteten Wetscher-MAX-Konzepts an den Start gehen. Dieses von Maximilian Wetscher erfundene „Möbelhaus der Zukunft“ war bereits am Wetscher-Hauptsitz in Fügen erfolgreich eröffnet worden und hatte für zweistellige Zuwachsraten gesorgt.

Auch in Innsbruck wolle man auf 4000 Quadratmetern Verkaufsfläche und mit knapp 30 Mitarbeitern „einen völlig neuen Mix aus digitalem und realem Einkaufserlebnis bieten“, sagt Wetscher. „Die Live-Beratung, der digitale Einrichtungsassistent und etliche weitere Beratungstools stehen online zur Verfügung.“ Produkte und alle Services würden in den Showrooms ebenso wie im World Wide Web offeriert. Das Opening erfolgt am Donnerstag ab 10 Uhr, den Start feiern werde man im neuen Möbelhaus drei Tage lang.

Das neue Konzept, das die On- und Offline-Welt spielerisch verknüpfe, habe in den letzten Monaten zu einer riesigen Resonanz in internationalen Fachmedien geführt und auch aus dem Ausland, vor allem aus Deutschland, ganze Delegationen aus der Möbel- und Handelsbranche nach Tirol gelockt, sagt Firmerchef Martin Wetscher.

Man sei sehr froh, einen von den Kunden stark angenommenen Weg in die Zukunft des Möbelkaufs gefunden zu haben, so Wetscher. Der Tiroler Möbelmarkt sei massiv umkämpft und die Handelsfläche gemessen an der Einwohnerzahl noch größer als im international gesehen bereits sehr hohen Österreich-Schnitt. Tirol habe mit Wetscher und Föger im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern aber sehr starke Platzhirsche, die den großen Ketten wie XXXLutz, Kika-Leiner oder Ikea erfolgreich Paroli bieten. Positiv sei, dass die Tiroler im Schnitt mehr für Wohnqualität und die eigenen vier Wände ausgeben, so Wetscher. Auch der Tourismus bringe einen positiven Schub.

Wetscher beschäftigt insgesamt 120 Mitarbeiter in Fügen und Innsbruck und setzte im Vorjahr etwa 28 Mio. Euro um. Mit Wetscher MAX solle die Umsatzkurve weiter nach oben gehen. (va)