Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 03.09.2019


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Kaspar Plattner: Übergabe am runden Geburtstag

Unternehmer und Ex-FC-Wacker-Präsident Kaspar Plattner wird 80 und übergibt „teilweise“ an seine Söhne.

Unternehmer Kaspar Plattner will an seinem Geburtstag einen Teil der Firmenagenden an seine Söhne übergeben.

© Thomas Boehm / TTUnternehmer Kaspar Plattner will an seinem Geburtstag einen Teil der Firmenagenden an seine Söhne übergeben.



Innsbruck – Am 25. September feiert Kaspar Plattner seinen 80. Geburtstag. An diesem Tag will der Unternehmer „zumindest einen Teil der Firmenagenden“ an seine Söhne Markus und Philipp übergeben. Die KP-Plattner GmbH, Raucherbedarf und Werbeartikel, gründete Plattner 1971 im Alter von 32 Jahren. Zu Beginn handelte Plattner mit Feuerzeugen. Als gelernter Buchdrucker begann er, die Feuerzeuge mit Aufdrucken zu versehen. 1976 begann er mit dem Import seiner Produkte aus Japan, Korea, China und Vietnam. Zweimal im Jahr bereiste er Asien, um den Kontakt mit den Lieferanten zu vertiefen.

Das erste Firmengebäude befand sich in der Anzengruberstraße, zwölf Jahre später wurde das aktuelle – moderne – Firmengebäude in Neu-Rum errichtet. Dieses wurde laufend ausgebaut und erweitert. In den letzten Jahren importierte die Firma KP-Plattner jährlich rund 100 Millionen Feuerzeuge. Diese wurden teilweise in der hauseigenen Druckerei mit sieben Siebdruckmaschinen per Tiefdruckverfahren oder Digitaldruck mit Logos oder Bildern versehen. In der Firma werden, so Plattner, zudem Werbegeschenke jeder Art, „vom einfachen Streuartikel bis hin zum hochwertigen, exklusiven Werbepräsent angeboten und bedruckt“.

Kaspar Plattner beschäftigt inzwischen rund 40 Mitarbeiter und erzielt jährlich etwa 20 Millionen Euro Umsatz. Die Exportquote der KP-Plattner GmbH liegt bei etwa 55 Prozent. Plattner ist jedoch nicht nur als Unternehmer bekannt, er war von 2010 bis 2013 auch Obmann des FC Wacker Innsbruck. Nach seinem Abgang als Präsident reichte er Klage gegen seinen Ex-Verein ein. Der Verteidiger Marco Kofler sei zu billig nach Deutschland verkauft worden, kritisierte Plattner. Laut Berichten sei Kofler damals um 5000 Euro verkauft worden, der Marktwert sei aber mit 250.000 Euro angegeben worden. Plattner klagte auf Offenlegung des Kaufvertrags. (TT)




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