Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 04.09.2019


Bezirk Landeck

Schätze aus der Region sind jetzt Markenprodukte

Bereits 30 bäuerliche Produzenten aus den Bezirken Landeck und Imst sind mit 300 regionalen Produkten unter einer Dachmarke vereint.

Partner der neuen regionalen Dachmarke „Unsere Kostbarkeiten“: Bezirksbauernobmann Elmar Monz, Grissemann-GF Thomas Walser, Mathilde und Paul Schönherr, Barbara und Daniel Habicher, Stefan Mair (bäuerliche Produzenten) sowie Bundesrat Peter Raggl. (v.li.)

© WenzelPartner der neuen regionalen Dachmarke „Unsere Kostbarkeiten“: Bezirksbauernobmann Elmar Monz, Grissemann-GF Thomas Walser, Mathilde und Paul Schönherr, Barbara und Daniel Habicher, Stefan Mair (bäuerliche Produzenten) sowie Bundesrat Peter Raggl. (v.li.)



Von Helmut Wenzel

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Zams – Will sich ein regionaler „Eismacher“ am Novelles-hof (1700 m) bei Nauders mit den Großproduzenten anlegen? – Natürlich nicht“, sagt Daniel Habicher, der mit Gattin Barbara einen Bauernhof betreibt. „Wir mögen selber gerne Eis. Daher haben wir die Idee zur eigenen Herstellung umgesetzt. Mit Milch von unseren Kühen und ohne Chemie oder Farbstoffe.“ In Faggen betreiben Rebekka und Stefan mit Leib und Seele einen Bauernhof. Dort leben Kühe und 600 Hühner, angebaut werden Kartoffeln und Spargel. In Fließ betreibt Familie Schönherr ihr „little Entenhausen“, wo Bergenten ein Leben mit viel Bewegung und frischer Luft haben.

Ihre Betriebe vorgestellt haben die Habichers, Mair und die Schönherrs am Montag im Zammer Handelshaus Grissemann. Geschäftsführer Thomas Walser lud zur Präsentation der Dachmarke „Unsere Kostbarkeiten“. „Ich betreibe selber eine Landwirtschaft und möchte bäuerlichen Produzenten eine Plattform bieten“, sagte er. „Wir haben viele kleinstrukturierte Betriebe mit hervorragenden Produkten, die es zum Teil nur saisonal gibt. Diese Kostbarkeiten verdienen mehr Wertschätzung, auch im Tourismus.“

Familie Rebekka und Stefan Mair gibt Einblick in ihren Hof in Faggen.
Familie Rebekka und Stefan Mair gibt Einblick in ihren Hof in Faggen.
- Wenzel

Die Spezialitäten müssten laut Kriterienkatalog vor allem „qualitativ hochwertig, authentisch und marktfähig“ sein. „Tiroler Garnelen“ werde es jedenfalls nicht geben, bemerkte Walser. Der Preis müsse für die Konsumenten ebenso passen wie für die bäuerlichen Produzenten.

Rund ein Jahr lang hat das Handelshaus in die Projekt- bzw. Markenentwicklung investiert. Aktuell sind 30 Partner aus den Bezirken Landeck und Imst mit 300 Produkten in der regionalen Dachmarke vereint. Am Etikett findet sich der Name des Bauern sowie der Herstellungsort. „Auf manchen Produkten gibt es Illustrationen und Kurzgeschichten, um den Konsumenten Einblick in die Welt unserer Bauern zu geben“, erläutert Marketingleiterin Bettina Flossmann.

„Unser Haus arbeitet ständig daran, noch viele heimische Köstlichkeiten aufzunehmen“, hob Geschäftsführer Walser hervor. Zudem möchte er die Partnerschaft mit der Gastronomie stärken. www.unsere-kostbarkeiten.at