Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 23.09.2019


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Hotellerie in Tirol: Hoher Standard, zu niedriger Preis

Jahrelang wurde in Vier- und Fünf-Sterne-Betten investiert. Jetzt stellt sich heraus, dass der Preis nicht stimmt. Steigen die Kreditzinsen um zwei Prozentpunkte, haben 75 Prozent der Betriebe ein Problem.

Tourismusbetriebe haben in den letzten 17 Jahren deutlich mehr investiert. Das Betriebsergebnis hinkt allerdings hinterher. In Nordtirol stimmt laut Experten zudem der Preis pro Übernachtung nicht, in Südtirol eher.

© iStockphotoTourismusbetriebe haben in den letzten 17 Jahren deutlich mehr investiert. Das Betriebsergebnis hinkt allerdings hinterher. In Nordtirol stimmt laut Experten zudem der Preis pro Übernachtung nicht, in Südtirol eher.



Von Anita Heubacher

Innsbruck – Wie lukrativ ist es tatsächlich, ein Hotel zu führen? In Österreich mäßig attraktiv, zumindest wenn man die Zahlen der Branche studiert. „In den letzten drei bis vier Jahren sind zwar die Erlöse gestiegen, die Gewinne aber aufgrund der hohen Aufwendungen gesunken“, erklärt Thomas Reisenzahn, früher Geschäftsführer der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), heute in der Tourismusberatung tätig. Vor allem die Personal- und Energiekosten sowie die Provisionen für Buchungsplattformen würden der Branche zu schaffen machen. „Man hat zu lange in Vier- und Fünf-Sterne-Betriebe investiert, die sehr personalintensiv sind und für die die Gäste nicht bereit sind, viel zu bezahlen.“

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