Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 20.09.2019


Osttirol

Hella will weiter wachsen

Der Sonnenschutz-Hersteller aus Abfaltersbach hat mittlerweile 1350 Mitarbeiter und sechs Werke. Nun will Hella auf zu neuen Märkten.

Harald Niedrist, Georg Pranter, Andreas Kraler und Christian Schaller (v. l.) managen die Hella-Holding.

© HELLA Holding GmbHHarald Niedrist, Georg Pranter, Andreas Kraler und Christian Schaller (v. l.) managen die Hella-Holding.



Abfaltersbach – Die Firma Hella wurde 1959 gegründet, stellte damals einfache Jalousien her und hatte zwei Mitarbeiter. Heute, 60 Jahre später, ist die Hella-Gruppe österreichischer Marktführer für Sonnen- und Wetterschutzsysteme und produziert neben Jalousien auch Markisen, Rollläden, Wintergarten-Beschattungen und Pergolen. Abfaltersbach mit 550 Angestellten ist nach wie vor die Zentrale, zusätzlich hat Hella drei Werke in Deutschland und je eines in Polen und Tschechien. Auf der Gehaltsliste stehen 1350 Mitarbeiter, der Umsatz belief sich 2018 auf 181 Millionen Euro.

Zwischen 2004 und 2016 hat das Osttiroler Unternehmen 15 branchengleiche Firmen in Deutschland, Italien und Tschechien übernommen. „Das war für eine Expansion in Europa unerlässlich“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter der Hella-Gruppe, Andreas Kraler. Er leitet die Firma, die als Holding organisiert ist, gemeinsam mit Christian Schaller, Harald Niedrist und Georg Pranter. In den letzten Jahren hat sich das Management verjüngt: Bis auf Georg Pranter (Jahrgang 1960) sind alle Mitglieder der Geschäftsleitung nach 1970 geboren.

Die Phase der Firmenzukäufe ist abgeschlossen. Nun geht es darum, die Arbeitsprozesse firmenweit einheitlich zu machen und die Gruppe technisch weiterzuentwickeln, sagt Andreas Kraler. „Wir wollen weitere Marktanteile gewinnen und interessieren uns für neue Märkte.“ In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien ist ein Großteil der Hella-Kunden daheim, auch Polen, Tschechien, Ungarn und Kroatien sind gute Absatzmärkte.

Neue Mitarbeiter zu finden, ist ähnlich schwer wie beispielsweise in Nordtirol, meint der Manager. „Es hängt davon ab, für welche Position man jemanden sucht.“ Die Heimkehrermesse, die im April in Lienz stattfand, habe viele Auspendler bewegt, sich bei Hella zu bewerben, sagt Kraler. „Das war eine sehr erfolgreiche Sache.“ (TT, co)

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