Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 21.09.2019


Bezirk Imst

Imsterberger gurgeln mit Tarrenzer Wasser

Die Vorarbeiten laufen seit 2012. Nun blickt BM Alois Thurner auf eine sichere Wasserversorgung der Imsterau.

Der Hochbehälter aus Stahlbeton hat einen Durchmesser von zehn Metern und fasst in zwei getrennten Wasserkammern insgesamt 300 Kubikmeter Wasser.

© ParthDer Hochbehälter aus Stahlbeton hat einen Durchmesser von zehn Metern und fasst in zwei getrennten Wasserkammern insgesamt 300 Kubikmeter Wasser.



Von Thomas Parth

Imsterberg – Am Anfang stand das Bohren dicker Bretter, wie sich BM Alois Thurner an die Auflösung der Wassergenossenschaft in der Imsterau erinnert.

Seit 1953 förderte hier ein Tiefbrunnen die nötigen Wassermengen zutage. „Am Berg“ hingegen gab es ausreichend Quellwasser und alles war in Gemeindehand. „Für die Au musste eine Lösung gefunden werden, weil es sich um alte Anlagen handelte. Auch war es nicht möglich, ein Schutzgebiet für den Grundwasserbrunnen auszuweisen, weshalb wir langfristig ein Hygienerisiko eingegangen wären“, klärt BM Thurner auf. Die Gemeinde habe dann die Wassergenossenschaft übernommen und sich in den Wasserverbund Imst eingekauft. „Es hat uns 400.000 Euro gekostet, um uns die Wasserrechte für 3 Sekundenliter aus den Tarrenzer Alpeilquellen zu sichern“, resümiert Thurner.

Nun ist Imsterberg mit Imst, den Imster Stadtwerken, Arzl, Tarrenz und Karres im selben Wasserverbund und hat in den letzten drei Jahren einen neuen Hochbehälter und eine Pumpstation mit Technikzentrale sowie die entsprechenden Wasserleitungen errichtet. „Mit der Imster Industriezone und der Wasserversorgung über den Imster Recyclinghof und die Gschnallenhöfe haben wir im Verbund den Ringschluss geschafft. Das trägt nicht nur zur Versorgungssicherheit in Imsterberg, sondern auch in der Imster Industriezone bei“, verdeutlicht Thurner.

So wie BM Alois Thurner können sich die Imsterberger am 28. September selbst ein Bild von den neuen Anlagen machen.
So wie BM Alois Thurner können sich die Imsterberger am 28. September selbst ein Bild von den neuen Anlagen machen.
- Parth

Da die Tiwag ihren Wasserversorgungspflichten partnerschaftlich nachgekommen ist, stellte letztlich auch die Finanzierung kein Problem mehr dar. „Die Gesamtkosten von 4,1 Millionen Euro beinhalten alle Planungen, alle Bauwerke, das Graben und das Verlegen der Rohrleitungen, wobei gleichzeitig auch 15.000 Meter Glasfaserkabel für schnelles Internet (Anm.: LWL) mitverlegt wurden“, kann der Ortschef berichten.

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Am Samstag, 28. September, lädt die Gemeinde Imsterberg die Bevölkerung zur Einweihung der Wasserversorgungsanlage Imsterau sowie zum Lokalaugenschein ein.