Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 25.09.2019


Bezirk Landeck

Kaunertaler Gletscher startet in Winter, Bahn aufs Falginjoch im Finale

Am Samstag startet der Gletscher im Kaunertal in den Winter. Bis Ende November soll auch die Falginjochbahn so weit sein.

Die Karlesjochbahn startet am Samstag in den Winter.

© Kaunertaler GletscherDie Karlesjochbahn startet am Samstag in den Winter.



Von Matthias Reichle

Kaunertal – Es ist das Bild eines Rohbaus, das die Webcam am Kaunertaler Gletscher von der Talstation der neuen Falginjochbahn zeigt. Auf dem Betonfundament ragt eine Konstruktion aus Stahlträgern in den Himmel. „Bis jetzt waren wir froh, dass es noch keinen großen Wintereinbruch gab“, erklärt Beate Rubatscher-Larcher, Geschäftsführerin der Kaunertaler Gletscherbahnen – nicht gerade eine typische Aussage für eine Seilbahnerin, aber sie muss derzeit nicht nur auf die Schneedecke, sondern auch auf die Großbaustelle neben dem Gletscherrestaurant schauen. Die Neo-Chefin ist derzeit zuversichtlich, dass die neue Anlage Ende November, Anfang Dezember aufsperren kann.

Seit Juni wird heuer an der neuen Falginjochbahn gearbeitet. Die 10,3 Mio. Euro teure Investition der Kaunertaler Gletscherbahnen ersetzt zwei Schlepplifte, die im vergangenen Oktober durch eine Lawine stark beschädigt worden waren, wie Rubatscher-Larcher betont. Bereits im vergangenen Winter starteten die Planungen für ein neues Projekt. „Wir haben die Bahn bestellt, bevor wir wussten, dass wir sie bauen dürfen.“

Inzwischen sei man bereits so weit, dass jetzt auch der Schnee kommen kann, betont sie. Gestern wurde das Tragseil eingezogen, die Betonarbeiten an der Talstation sind abgeschlossen, in dieser Woche wird man auch am Berg fertig. Dann folgt der Einbau der „Technik“.

Noch ohne die neue Anlage startet an diesem Samstag der Kaunertaler Gletscher in den Winter. Die ersten beiden Lifte, die aufsperren, sind die Karlesjochbahn und der Schlepplift Falgin.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Man greife dabei auf die Schneedepots zurück, so Rubatscher-Larcher. Sobald die Temperaturen sinken, werde man mit der Beschneiung beginnen. Es seien aber genug Pistenkilometer offen, damit die Skiteams, die sich angemeldet haben, trainieren können.

Heuer kommen neben dem ÖSV auch der Deutsche Skiverband sowie Teams aus Tschechien, Slowenien und der Schweiz ins hintere Kaunertal. Auch das französische Skiteam mit Weltmeister Alexis Pinturault hat wegen Trainingspisten angefragt.




Kommentieren


Schlagworte