Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 02.10.2019


Standort Tirol

Schlosshotel plant Umbau

Investoren wälzen neue Umbau-Pläne. Mix aus Hotel mit Wohnungen steht im Raum.

Das Hotel Schloss Lebenberg in Kitzbühel soll umgebaut werden.

© Hotel LebenbergDas Hotel Schloss Lebenberg in Kitzbühel soll umgebaut werden.



Kitzbühel – In das Schlosshotel Lebenberg in Kitzbühel scheint wieder Bewegung zu kommen. Vor knapp drei Jahren hatte die Bank Austria das Hotel Schloss Lebenberg – das vom Verkehrsbüro als Austria Trend Hotel betrieben wird – an das Investorenduo Michael Heinritzi und Robert Hübner (RH-Unternehmensgruppe) verkauft.

Nun werden beim 150-Zimmer-Haus Umbaupläne gewälzt. Auf ihrer Homepage kündigt die RH-Gruppe einen „Umbau und Modernisierung sowie Neubau“ von Schloss Lebenberg an. Der Baubeginn sei für 2020 geplant. Den Kitzbüheler Gemeinderäten flatterte jüngst eine Einladung des Kitzbüheler Bürgermeisters Klaus Winkler zu einer informellen, nicht öffentlichen Gemeinderatssitzung ins Haus. Bei dieser Sitzung morgen Abend sollen die Gemeindevertreter von den Investoren in die Pläne eingeweiht werden. Einziger Tagesordnungspunkt der Sitzung: „Hotel Lebenberg – Um- und Erweiterungsbau. Information durch Eigentümer.“

Kolportiert wird nun, dass in einem Teil des bestehenden Hotelgebäudes Wohnungen entstehen sollen, die eventuell in den Hotelbetrieb integriert werden könnten. Bereits vergangenen Mai wurden entsprechende Überlegungen in der Gamsstadt ruchbar. Eine diesbezügliche TT-Anfrage an Investor Heinritzi, Immobilienunternehmer und einer der größten McDonalds-Franchisenehmer, blieb damals unbeantwortet. Ebenso eine zweite Anfrage am vergangenen Montag. Beide Male gab es aber auch kein Dementi.

In Fall von Wohnungsbauten wäre wohl eine Änderung des Raumordnungskonzeptes und eine Umwidmung von Teilbereichen in dem Hotelgebäude nötig. Es wäre nicht der erste Anlauf in diese Richtung. Bereits im Zuge des Hotelkaufs vor drei Jahren hatten die Investoren konkrete Pläne, auf der Parkplatzfläche neben dem Hotel knapp ein Dutzend neue Wohnungen für den freien Verkauf zu bauen. Was die Befürchtung nährte, dass im Immobilienspekulations-Mekka neue, versteckte Freizeitwohnsitze entstehen könnten. Die Pläne wurden dann aber wieder verworfen. (mas)

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