Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 09.10.2019


Exklusiv

9,4 Millionen Euro Strafe: Almstreit mit der EU eskaliert

EU-Rechnungshof kritisiert Almchaos bei Förderungen der Futterflächen. Österreich musste Strafen von 9,4 Mio. Euro leisten, Folgeprüfung läuft.

Futtermittelberechnungen der Almflächen sind erneut im Visier.

© Thomas Boehm / TTFuttermittelberechnungen der Almflächen sind erneut im Visier.



Innsbruck – Wegen falscher Berechnungen der Almfutterflächen mussten Österreichs Bauern bis 2015 rund 26,1 Mio. Euro an Agrarförderungen an die EU zurückzahlen und Strafzahlungen leisten. Die Strafen erhielten die Bauern großteils zurück. Österreich war nämlich nicht in der Lage, ein nachvollziehbares Berechnungssystem anzuwenden, erst die extra eingesetzte Almkommission unter dem ehemaligen Agrarkommissar Franz Fischler entwickelte ein praktikables Modell. Aktuell werden die Futterflächen von der Agrarmarkt Austria mit Luftbildern festgestellt. „Das System funktioniert ganz gut“, betont Tirols Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger. Das sieht der Europäische Rechnungshof jedoch anders.

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