Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 04.10.2019


Standort Tirol

MPreis auf Expansionskurs: Umsatz-Milliarde im Visier

Die Tiroler Supermarktkette MPreis will bis Ende 2020 über 300 Filialen haben. Derzeit ist man bereits in fünf Bundesländern und Südtirol aktiv.

MPreis-Geschäftsführer Peter Paul Mölk in der umgebauten, hochmodernen Filiale beim Innsbrucker Einkaufszentrum Dez.

© VahrnerMPreis-Geschäftsführer Peter Paul Mölk in der umgebauten, hochmodernen Filiale beim Innsbrucker Einkaufszentrum Dez.



Von Alois Vahrner

Innsbruck, Völs – Die rasante Unternehmensentwicklung „made in Tyrol“ ringt auch den ganz großen nationalen und internationalen Handelsketten großen Respekt ab: 1974 hatte die Familie Mölk die allererste MPreis-Filiale in Innsbruck eröffnet, vor über 20 Jahren wurde bereits die 100. Filiale eröffnet. In den letzten Jahren wurde neben der Offensive in Tirol auch verstärkt in andere Bundesländer expandiert. Heute ist die zu 100 Prozent in Familienbesitz stehende MPreis-Gruppe Marktführer im Tiroler Lebensmittelhandel und verfügt über insgesamt 279 Standorte in Tirol, Südtirol, Vorarlberg, Salzburg, Kärnten und seit Kurzem auch in Oberösterreich. Insgesamt hat die Tiroler Handelskette mehr als 6000 Beschäftigte. In Völs hat man Tirols größte Bäckerei und ein ebenso modernes eigenes Fleischwerk.

Nach dem erstmaligen Sprung über 900 Mio. Euro Umsatz im Vorjahr laufe es auch heuer „sehr zufriedenstellend, also besser als der Branchenschnitt“, sagte Geschäftsführer Peter Paul Mölk bei der Eröffnung des modernisierten Supermarkts beim Innsbrucker Einkaufszentrum Dez zur TT. Bis Jahresende werde man noch auf die Tube drücken und zehn Eröffnungen feiern, darunter auch in Wels und Zell am See.

Der Wachstumskurs bei MPreis, Baguette und T & G geh­e weiter, bis Ende 2020 wolle man erstmals mehr als 300 Standorte haben und gleichzeitig die Umsatzmark­e von einer Mrd. Euro überspringen, kündigt Mölk an. In fünf Bundesländern sowie in Südtirol ist MPreis bereits aktiv. Hier will man im Vorwärtsgang bleiben. Seit Jahren in Diskussion ist ein Gang auch nach Bayern, hier beobachte man vorerst den Markt, der wie in Südtirol ganz andere Gegebenheiten habe, aber vorerst weiter. Und ist auf längere Sicht auch eine Expansion in alle anderen Bundesländer (Ostösterreich und die Steiermark) für MPreis vorstellbar? „Ausschließen würde ich das nicht“, sagt Mölk.

Man wachse aus der Region und wolle die regionale Wertschöpfung weiter erhöhen. Derzeit beziehe man Produkte von über 250 regionalen Lieferanten. In den Regalen habe man 1600 verschiedene Artikel aus Tirol, zudem sei man mit 1000 Bioprodukten auch einer der größten Bio­anbieter in ganz Österreich.

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Stichwort Gasthaussterben: Als Handels-Marktführer wolle man die Nahversorgung stärken und auf Sicht möglichst in jeder Tiroler Gemeinde zumindest einen MiniM- Markt als örtliche Drehscheib­e haben, sagt Mölk.

Ein großes Thema seien auch das nachhaltige Wirtschaften und die Abfallvermeidung. Alle Märkte würden mit Ökostrom aus der Region betrieben, mit fünf Mio. Kilowattstunden Solarstrom von den eigenen Dächern sei man einer der größten Produzenten Österreichs. MPreis startet laut Mölk auch immer neue Initiativen zur nachhaltigen Verwendung von Lebensmitteln und zur möglichst großen Plastikvermeidung.