Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 05.10.2019


Standort Tirol

Hund „Malia“ schnuppert bei der Innsbrucker Herbstmesse

Die Innsbrucker Herbstmesse erwartet 50.000 Besucher und einen Hund, der versteckten Schimmelbefall erschnüffelt.

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© Come



Innsbruck – Ein Jahr hat die Ausbildung zum Schimmelspürhund gedauert, bei der Innsbrucker Herbstmesse kann „Malia“ auch einem breiten Publikum zeigen, was die Schnüffelnase draufhat. Die Firma Leckotech aus Steinach am Brenner hat den Hund im täglichen Einsatz. Bis zu eine Million Gerüche können Hunde unterscheiden, erklärte gestern Walter Schaffer von Leckotech bei der Präsentation der Herbstmesse. „Der feine Geruchssinn ermöglicht es, einen allgemeinen Schimmelbefall zu erschnüffeln und versteckte Schimmelherde zu lokalisieren“, betont Schaffer. Die Nachfrage scheint gegeben: „Sehr viele Objekte sind mit Schimmel befallen“, weiß Schaffer.

50.000 Besucher werden zur Innsbrucker Herbstmesse vom 9. bis 13. Oktober (9 bis 18 Uhr) erwartet. 420 Aussteller zeigen sich dort, davon sind 60 erstmals auf der Messe vertreten. Neben den Künsten von „Malia“ und den Klassikern wie Bauen, Wohnen oder Aqua Life setzen die Veranstalter auch auf diverse Neuigkeiten. So werde beispielsweise erstmals in Österreich eine „weiche Badewanne“ mit lederähnlicher Liegeauflage präsentiert, ebenso eine „Wärme-Schwebeliege“ oder diverse Erfindungen rund ums Thema Holz, wofür 100 Quadratmeter Extrafläche reserviert wurden, wie Georg Juen, Initiator der Erfindermesse, schilderte. Es sei auch nicht ganz einfach, neue Erfindungen herzuzeigen – denn wer einmal öffentlich ausstellt, täte sich schwer, sich das Produkt danach noch patentieren lassen zu können. Er appellierte zudem generell, der Kreativität mehr Raum zu ermöglichen, in der Schule wie auch in der Freizeit und im Beruf. „Dem Kind wird bis ins Erwachsenenalter die Kreativität aberzogen“, kritisiert Juen.

Im Zeitalter des Online-Handels stelle die Herbstmesse einen Gegenpol dar, bei dem Unternehmen ihre Produkte noch vor Ort den potenziellen Kunden präsentieren, so WK-Präsident Christoph Walser. Aus seiner Sicht floriere die Tiroler Wirtschaft nach wie vor. Ein Glück sei dabei der Brennerbasistunnel, mit dem die öffentliche Hand, also der Steuerzahler, für Bau-Aufträge sorgt und damit besonders die Bau-Konjunktur stützt. (mas)

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