Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 13.10.2019


Bezirk Imst

Haiminger Markt lockte wieder Tausende Besuchern an

Es sind vorwiegend regionale Köstlichkeiten, die die 90 Aussteller beim größten Erntemarkt Nordtirols auch heuer wieder anbieten.

Die Besucher des Haiminger Markts hatten die Qual der Wahl: 90 Stände boten Waren an.

© ReichleDie Besucher des Haiminger Markts hatten die Qual der Wahl: 90 Stände boten Waren an.



Haiming – Petrus hat es mit den Haiminger Markttagen gut gemeint – Altobmann Rudi Wammes deutet mit dem Finger nach oben, wo die Sonne lacht. Da lacht auch er. Kurz vor 9 Uhr schieben sich bereits ganze Menschentrauben durch die Straßen. Es sind vorwiegend regionale Köstlichkeiten, die die 90 Aussteller beim größten Erntemarkt Nordtirols auch heuer wieder anbieten – vom Paznauner Bergkäse über Schieblig bis hin zu Erdäpfeln. Im Zentrum stehen aber wie jedes Jahr die Äpfel.

„Ausg’stellt oder niederg’schnellt!“ – schallt es durch die Menge. Ein Apfeltaxi bahnt sich seinen Weg. Kinder bringen den Besuchern die schweren Einkäufe mit Handkarren bis zum Auto. Sie haben keinen festen Tarif, freuen sich aber über ein Trinkgeld und sind fixer Bestandteil des Marktes. „Heuer sind es 54“, weiß die Geschäftsführerin des Haiminger Obstlagers, Alexandra Harrasser. Immer mehr Besucher kommen allerdings gar nicht mehr mit dem Pkw, sondern mit dem Zug. Dafür richteten die ÖBB eine eigene Sonderhaltestelle ein. „Das passt gut zur Veranstaltung“, erklärt sie. Gefragt ist der Haiminger Markt laut Harrasser übrigens nicht nur bei den Käufern, sondern auch bei den Verkäufern. „Wir haben jedes Jahr 40 bis 50 Aussteller, die wir nicht nehmen können.“

Wammes erinnert sich an die Premiere 1987. „Die Äpfel waren um 12 Uhr ausverkauft.“ Das bestätigt Anton Raffl, einer der Väter der Markttagsidee. „So viele Menschen wie heute waren es nicht, aber doch so viele, dass wir erschrocken sind.“ Damals wollte man ändern, dass der Bauer nur noch von den Subventionen lebt. „Wir sind den Weg der Qualität und Direktvermarktung gegangen.“ Das beflügelt bis heute den Ideenreichtum der Erzeuger. So wurden gestern zum Beispiel auch Apfelbier und Bio-Mais-Whiskey verkostet. Nächsten Samstag geht es weiter. Dass bis dahin, wie beim ersten Markt, alles ausverkauft ist, davor muss man sich nicht fürchten. (mr)

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