Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 16.10.2019


Bezirk Schwaz

Neues Quartier soll Innenstadt in Schwaz wieder beleben

Am „Raika-Parkplatz“ im Schwazer Zentrum entstehen Wohnungen und Büros samt Tiefgarage. Dafür greift die Bank tief in die Tasche.

Der derzeitige Parkplatz zwischen Raiffeisenbank und dem Postpark soll ab 2022 so aussehen.

© BodayDer derzeitige Parkplatz zwischen Raiffeisenbank und dem Postpark soll ab 2022 so aussehen.



Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Die Raiffeisen-Regionalbank Schwaz lässt große Bagger auffahren. Schon lange wurde darüber gemunkelt, was man wohl aus dem bisherigen Raika-Parkplatz zwischen Bank und Postpark machen könnte. Nun ist es fix: Dort entsteht ein Dienstleistungszentrum, wo Wohnen und Arbeiten mitten in der Bezirkshauptstadt Platz finden.

Neben einer Tiefgarage mit rund 170 Stellplätzen entsteht ein Quartier mit mehreren Gebäuden. Fix einziehen wird dort die Tiroler Gebietskrankenkasse, der es im Bezirkskrankenhaus Schwaz zu eng geworden ist. Auch das Zahnambulatorium wird dorthin übersiedeln. Neben den drei Ordinationen sind ein Geschäft und bis zu 65 Mietwohnungen geplant. Auch das Bestandsgebäude der Bank wird etwas vergrößert.

Baubeginn ist im Herbst 2020. „Früher können wir nicht starten, wegen dem hohen Grundwasser“, erklärt Gerhard Bathelt, Geschäftsleiter der Raiffeisen-Regionalbank Schwaz. Die Bauzeit liege laut ihm bei 18 Monaten. Im Herbst 2022 sollen die Objekte übergeben werden. „Wir hoffen mit diesem Projekt auch die Frequenz in der Innenstadt durch das Wohnen und neue Arbeitsplätze erhöhen zu können“, sagt Bathelt.

BM Hans Lintner freut sich, dass mit dem Quartier am Raiffeisenplatz die Stadtentwicklung positiv beeinflusst wird. Der Postpark als „Naturraum der Stadt“ bleibe erhalten. Laut Stadtbaumeister Gernot Kirchmair sei es der Architektin gelungen, mit dem neuen Quartier die „Typologie der Stadt aufzunehmen“. „Es ist vielleicht kein Projekt, das auffällt, aber eines, das harmonisch und in sich stimmig ist“, sagt er. Silvia Boday hat sich gegen fünf andere Architekten durchgesetzt und die Umgebung ins Projekt einfließen lassen.

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Obwohl die Bank täglich mit Zahlen jongliert, könne man derzeit noch keine fixe Kostensumme nennen. „Die Ausschreibungen laufen erst an, aber wir bewegen uns im unteren zweistelligen Millionenbereich“, sagt Bathelt.

Ebenfalls ins Projekt eingestiegen ist Eglo Immobilien. Denn das angrenzende Angerer-Haus ist in deren Besitz und man wolle dort laut GF Daniel Kostenzer ebenfalls Büros und Wohnungen schaffen. „Und die Zusammenarbeit wertet unser Projekt auf.“