Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 29.10.2019


Bezirk Kufstein

Zweites Krafthaus in Kirchbichl nimmt Form an

Das zweite Krafthaus am Inn in Kirchichl nimmt Form an. Ab Oktober 2020 soll damit um ein Viertel mehr Energie erzeugt werden.

Zeigen sich zufrieden mit dem Baufortschritt beim zweiten Krafthaus in Kirchbichl: (v. l.) Projektleiter Martin Pfennig, Tiwag-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser und Bauunternehmer Thomas Bodner.

© Tiwag/VandoryZeigen sich zufrieden mit dem Baufortschritt beim zweiten Krafthaus in Kirchbichl: (v. l.) Projektleiter Martin Pfennig, Tiwag-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser und Bauunternehmer Thomas Bodner.



Kirchbichl — Ein Bäumchen am Dach des Rohbaus zeugt noch von der kürzlich bestrittenen Firstfeier beim Kirchbichler Inn-Kraftwerk. Die Arbeiten beim 110 Millionen Euro schweren Ausbau schreiten voran — derzeit laufe laut Tiwag alles nach Plan.

Mit Oktober 2020 soll das neue Krafthaus in Betrieb genommen werden. „Nach der Modernisierung und Erweiterung des Kraftwerks Kirchbichl können ab 2020 über 40.000 Haushalte mit sauberer Energie aus erneuerbarer Wasserkraft versorgt werden", freut sich Tiwag-Eigentümervertreter LH Günther Platter.

Dann soll das Kraftwerk Kirchbichl um ein Viertel mehr Strom erzeugen als bisher — konkret spricht man von 35 zusätzlichen Gigawattstunden pro Jahr.

Für die nächsten Bauschritte muss die Anlage aber erst einmal stillgelegt werden. Von November bis April 2020 wird auch der Triebwasserweg saniert und am Triebwasser­einlauf sowie im Bereich des Hauses erweitert. „Durch die Sanierung des Triebwasserweges und weiterer Anlagenteile ist der umweltschonende Betrieb des Kraftwerks Kirchbichl für die nächsten 90 Jahre möglich", erklärt Tiwag-Vorstandsdirektor Johann Herdina.

In den nächsten Monaten folgen der Innenausbau sowie die Errichtung des Entlastungsbauwerks. (TT)