Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 31.10.2019


Bezirk Kufstein

TVB Kufsteinerland bekommt neuen Obmann: Spannung vor der Wahl

Georg Hörhager soll Johann Mauracher als Obmann beim TVB Kufsteinerland beerben. Auch Simon Hermann Huber hat Interesse.

(Symbolfoto)

© Julia Hammerle(Symbolfoto)



Von Wolfgang Otter

Kufstein – Es bleibt um die Nachbesetzung des Obmann­amtes beim Tourismusverband Kufsteinerland spannend. Bekanntlich muss aus gesundheitlichen Gründen der bisherige Obmann Johann Mauracher sein Amt niederlegen. Daher ist seit Wochen hinter den Kulissen eine eifrige Nachfolger(in)­suche im Gange – die TT berichtete exklusiv. Nach ersten möglichen Kandidatinnen und Kandidaten hat jetzt Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Naschberger einen Wahlvorschlag: Er wird Georg Hörhager aus Ebbs, einen der beiden bisherigen Obmann-Stellvertreter, vorschlagen. Das sei laut Naschberger in einer Aufsichtsratssitzung besprochen worden.

Hörhager ist ein Sonderfall. Er wurde während der laufenden Periode des Vorstandes freiwilliges Mitglied des Verbandes, da er sich von seinem Betrieb trennte, wie Naschberger berichtet. Daher musste ihn der Aufsichtsrat in seiner Funktion bestätigen. Eigentlich war dies nur bis zum Ende der Periode geplant. So wie eigentlich vorgesehen war, dass Johann Mauracher noch bleibt und eine Nachfolgerin bzw. einen Nachfolger aufbaut.

Die Wahl sei auf Hörhager gefallen, da er die Kontinuität im Verband und Fortsetzung des Programms garantiere, wie Naschberger gegenüber der TT erklärt.

Nach den großen Umstellungen im Verband vor einigen Jahren durch die Amtsübernahme von Johann Mauracher müsse jetzt das Programm abgearbeitet werden. Hörhager habe dieses Programm als Vize-Obmann mitbeschlossen und mitgetragen und sei schon lange in Funktionärsfunktionen für den Verband tätig.

Aber der Umstand, dass Hörhager ein „freiwilliges Mitglied“ ist, ruft jetzt auch manchen Kritiker am Vorschlag auf den Plan. Mitreden bzw. wählen dürfen die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am 14. November aber ohnedies nicht mehr. Der Aufsichtsrat ist bereits gewählt, da lediglich drei Wahlvorschläge (für jede Stimmgruppe einer) eingereicht wurden. Damit ist das Kreuz auf dem Wahlzettel nicht mehr notwendig. Danach zieht sich der neue Aufsichtsrat, dem auch neue Mitglieder angehören werden – „wir wollen hier eine Verjüngung einleiten“, so Naschberger –, zur Wahl des dreiköpfigen Vorstandes zurück.

Und da will noch ein Kufsteiner Politiker und Unternehmer mitreden: Simon Hermann Huber. Der VP-Gemeinderat wurde von Bürgermeister Martin Krumschnabel (Parteifreie) ins Spiel gebracht und bestätigt sein Interesse am Amt. Er warte aber auch auf eine „Einladung“, wie er meint. Es bleibt also spannend, wer zuletzt als neuer Obmann des neun Gemeinden umfassenden Verbandes hervorgeht.




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