Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 05.11.2019


Bezirk Kitzbühel

Erweiterung für Golfhotel Westendorf steckt fest

Die Vergrößerung des Golfhotels in Westendorf muss weiter warten. Es gibt erneut Forderungen aus dem Gemeindeamt.

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© ZOOM.TIROLSymbolfoto.



Von Harald Angerer

Westendorf – Es zieht sich – und ein Ende ist nicht in Sicht. Schon seit drei Jahren soll das Aparthotel am Golfplatz Westendorf erweitert werden. Bereits beim Bau der Anlage wurde eine solche mögliche Erweiterung mit eingeplant, doch die Projektwerber treten damit auf der Stelle. Im Juli des Jahres war es nun endlich so weit und sowohl der Bebauungsplan als auch die Widmungsänderung standen nach langem Warten auf der Tagesordnung des Gemeinderates, doch mehr als eine Zustimmung für die Erstauf­lage des Bebauungsplanes gab’s damals nicht.

Gefordert wurde damals, dass der Betreiber namhaft gemacht werden müsse und auch, dass zusätzliche 150 Sitzplätze eingeplant werden müssen. Beides sollte im Raumordnungsvertrag festgehalten werden. „Wir haben das auch unverzüglich gemacht“, schildert Gesellschafter und Planer Jakob Haselsberger auf Anfrage der TT.

Die Zeit drängt, denn der Betrieb laufe gut und man brauche dringend mehr Betten. „Umso überraschter waren wir, als auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung lediglich der Zweitbeschluss für den Bebauungsplan zu finden war“, sagt Haselsberger. Dieser wurde mit lediglich einer Gegenstimme, von Bürgermeisterin Annemarie Plieseis, beschlossen. Stellungnahmen seien dazu nicht eingelangt. Ihre Ablehnung begründete die Bürgermeisterin damit, dass noch benötigte Informationen fehlen würden. „Es muss hier endlich etwas weitergehen“, fordert hingegen GR Gerhard Steixner (Wirtschaft).

Eingelangt ist inzwischen dafür bei den Projektbetreibern ein neues Schreiben der Gemeinde Westendorf. „Darin sind nun wieder neue Forderungen zu finden“, gibt sich Haselsberger verwundert. Denn es komme hier immer wieder zu erheblichen Verzögerungen. „Für uns ist das nicht nachvollziehbar, da die Gemeinde ja an dem Golfprojekt beteiligt ist“, sagt Haselsberger. Es müsse daher im Interesse der Gemeinde sein, dass der Golfplatz rentabel betrieben wird.




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