Letztes Update am Di, 25.02.2014 16:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Standort Tirol

Kristallwelten als „Welt-Attraktion“

Bis Frühjahr 2015 werden Kristallwelten in Wattens groß ausgebaut. 34 Millionen Euro rollen.



Von Alois Vahrner

Wattens – Zu seinem 100. Geburtstag hatte sich der Tiroler Weltkonzern Swarovski 1995 mit der Eröffnung seiner von Andre Heller entworfenen Kristallwelten in Wattens mit Wunderkammern wie dem Kristalldom oder dem Kristalltheater quasi selbst beschenkt – und damit Skeptiker eines Besseren belehrt, dass eine solche Erlebniswelt funktionieren kann. Mit bisher bereits über elf Millionen Besuchern wurden die Kristallwelten nach dem Schloss Schönbrunn zu einer der meistfrequentierten Sehenswürdigkeiten Österreichs.

Nach zwei Erweiterungen 2003 und 2007 hat sich Swarovski vor einigen Monaten zu einem großen Expansionsschritt entschlossen, für den insgesamt 34 Mio. Euro an Investition in die Hand genommen werden. „Die Kristallwelten werden noch attraktiver und sollen zu einer Welt-Attraktion werden“, sagt Swarovski-Konzernsprecher Markus Langes-Swarovski.

Die Gesamtfläche der Erlebniswelt wird von derzeit 3,5 auf 7,5 Hektar mehr als verdoppelt. Bis Oktober 2014 wird der Besuch weiter uneingeschränkt möglich sein, dann wird der Riese wegen der Bauarbeiten allerdings bis zur großen Wiedereröffnung im Frühsommer 2015 (dann wird Swarovski 120 Jahre alt und die Kristallwelten selbst 20 Jahre alt) geschlossen.

Im Mittelpunkt der Erweiterung sollen eine großzügige kristalline Parklandschaft (mit großem See und einer riesigen Kristallwolke), der massive Ausbau des Angebots für Familien und Kinder, neue Kulinarik-Erlebnisse, die Neugestaltung des Ankunftsgebäudes sowie des Shoppingbereichs stehen. Aber auch der Riese selbst soll mit einigen neuen Wunderkammern seine Besucher verzaubern. Multidimensionale Spiel­erlebnisse sollen ein Magnet für Kinder werden.

Schon bisher kamen jährlich 650.000 bis 700.000 Besucher aus 60 Nationen, davon etwa 50.000 Tiroler. Künftig könnten es 800.000 Besucher sein, die zudem länger bleiben, hofft der Geschäftsführer der Swarovski Tourism Services, Stefan Isser. Die Kristallwelten würden sich mit dem Ausbau und den neuen Attraktionen verjüngen und noch aktiver und spannender, und dies das ganze Jahr hindurch. Laut Isser dürfte der Personalstand der Kristallwelten von derzeit 176 (die Mitarbeiter kommen aus gleich 25 Nationen) um etwa 40 ansteigen.