Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 21.01.2015


Standort Tirol

99 Tage vor Wiedereröffnung: Kristallwelten-Ausbau im Finale

Die mit 600.000 Kristallen ausgestattete Kristallwolke.

© SwarovskiDie mit 600.000 Kristallen ausgestattete Kristallwolke.



Wattens – „Wir haben 1200 Tage an Planungen, Vorbereitungen und dann Bauarbeiten hinter uns und noch knapp 100 bis zur Eröffnung vor uns. Wir stehen quasi in der 82. Spielminute eines Fußballspiels und haben noch immer gute Kondition“, sagte gestern der Chef der Swarovski Tourism Services, Stefan Isser, bei einem Medien-Lokalaugenschein auf der Großbaustelle Kristallwelten.

Zu seinem 100. Geburtstag hatte sich der Tiroler Weltkonzern Swarovski im Jahr 1995 mit den von André Heller konzipierten Kristallwelten selbst beschenkt – und damit auch Skeptiker eines Besseren belehrt, dass eine solche Erlebniswelt funktionieren kann. Mit bisher bereits zwölf Millionen Besuchern wurde eine der meistfrequentierten Sehenswürdigkeiten Österreichs geschaffen.

Vor dem Spielturm: Patrick Lüth (Snøhetta), Stefan Isser, Architekt Daniel Süß.
Vor dem Spielturm: Patrick Lüth (Snøhetta), Stefan Isser, Architekt Daniel Süß.
- swarovski

Nach zwei Erweiterungen 2003 und 2007 hatte sich Swarovski (wird heuer 120 Jahre alt, die Kristallwelten 20) jetzt zu einem großen Expansionsschritt entschlossen. Die Gesamtfläche der Erlebniswelt wird mit neuen Attraktionen von derzeit 3,5 auf 7,5 Hektar mehr als verdoppelt, insgesamt 34 Millionen Euro werden in den Ausbau investiert. „Wir liegen im Zeitplan und werden am 30. April die Kristallwelten wiedereröffnen“, so Isser. Seit Oktober sind die Kristallwelten geschlossen. Zu den bisherigen etwa 170 Mitarbeitern werden 60 weitere dazukommen.

Fünf Kammern werden neu gestaltet, es kommen eine Parklandschaft mit einer 600.000 Kristalle umfassenden Kristallwolke (schwebt über schwarzem Spiegelwasser) und ein großzügiges Spielareal für Kinder (inklusive Spielturm auf fünf Etagen mit 7 Mio. Tierchen an der Fassade). Man will das ganze Jahr über aktiver und spannender auftreten, sagte Isser. Es gehe nicht um einmalige Aha-Erlebnisse oder Wow-Effekte, sondern darum, immer wieder von neuem „Hirn, Herz und Seele“ anzusprechen. Es gehe auch um einen „Ausbruch aus dem Realitätsgefängnis, weil Zeit unsere wertvollste Währung ist.“

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Isser hofft mit den neuen Attraktionen auf neue Besucherrekorde. Statt der bisher jährlich etwa 700.000 sollen 800.000 bis 850.000 Besucher nach Wattens kommen. (va)