Letztes Update am Do, 26.02.2015 09:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Land fördert Innovationen mit einer halben Million Euro

Die Landesförderung für Innovationsassistenten gibt es in Tirol seit nunmehr zehn Jahren. Aktuell wurde eine halbe Million Euro dafür ausgeschrieben. Unternehmen werden mit dem Geld unterstützt Mitarbeiter einzustellen, die für die Einführung neuer Produkte zuständig sind.

Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (2.v.l.) ließ sich von Erfinder Klaus Leiter, Innovationsassistent Robert Salchner sowie Geschäftsführer Georg Rosin (v.l.) die Enwticklungen zeigen.

© Land Tirol/HuldschinerLandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (2.v.l.) ließ sich von Erfinder Klaus Leiter, Innovationsassistent Robert Salchner sowie Geschäftsführer Georg Rosin (v.l.) die Enwticklungen zeigen.



Innsbruck – Neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, benötigt meistens Zeit und Know-How. Damit Unternehmen sich diese Zeit nehmen können, fördert das Land Tirol Firmen, indem sie in den ersten beiden Jahren nach Einstellung eines für Innovationen vorgesehenen Mitarbeiters Kosten mit 28.000 Euro maximal übernehmen. In der aktuellen Ausschreibung wird eine halbe Million Euro für Innovationsassistenten zur Verfügung gestellt.

„Damit integrieren wir junge Fachkräfte in den heimischen Arbeitsmarkt, treiben den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft voran und regen Unternehmen zu Innovationen an“, beschreibt Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf die Ziele dieser Landesförderung. Im Zuge der aktuellen Ausschreibung können bis zu zwanzig Unternehmen und Tourismusverbände mit Sitz in Tirol gefördert werden.

Erfolgreiches Beispiel in Kematen besucht

Am Mittwoch besuchte Zoller-Frischauf in Kematen das Unternehmen Watercryst Wassertechnik, das vom Land gefördert wurde. Der Betrieb hat dieses Jahr mit dem Chemiker Robert Salchner einen Innovationsassistenten eingestellt, der die Entwicklung neuer Technologien und Verfahren zur Behandlung von Trink- und Brauchwasser begleiten wird. „Durch die Landesförderung führen wir neue Technologien ins Unternehmen ein, während wir gleichzeitig durch ein innovatives Produkt einen weiteren Kundenkreis erschließen“, erklären Geschäftsführer Georg Rosin und der Erfinder Klaus Leiter von Watercryst.

Antragsfrist bis 17. April

Die Unterstützung des Landes gibt es bereits seit zehn Jahren, in dieser Zeit konnten rund achtzig Unternehmen mit Absolventen von Hochschulen und Höheren Technischen Lehranstalten neue Ideen entwickeln und umsetzen. Insgesamt seien der Statistik des Landes zufolge von knapp 180 Anträgen in etwa 100 genehmigt worden.

Anträge für die aktuelle Ausschreibung können ab 1. März bis zum 17. April bei der Landesabteilung Wirtschaft und Arbeit eingereicht werden. Die Standortagentur Tirol steht den Unternehmern bei Bedarf beratend zu Seite. Nähere Informationen gibt es auch im Internet unter www.tirol.gv.at/innovationsassistentin. (TT.com)