Letztes Update am Mi, 09.12.2015 16:01

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Abgasskandal

Doch nur 336 Autos in Österreich von VW-Manipulationen betroffen?

VW teilte am Mittwoch mit, dass insgesamt nicht bis zu 800.000 Fahrzeuge, sondern höchstens 36.000 Autos zu viel CO2 ausstoßen. Damit wäre die Zahl der betroffenen Autos in Österreich sehr überschaubar.

Der Abgasskandal vernichtete bei VW Milliarden Euro an Börsenwert.

© ReutersDer Abgasskandal vernichtete bei VW Milliarden Euro an Börsenwert.



Wolfsburg - Vom CO2-Schwindel des Volkswagen-Konzerns sind in Österreich nur bis zu 336 Autos betroffen, hieß es am Mittwoch aus dem Verkehrsministerium. Bisher war die Zahl auf 8.000 bis 10.000 geschätzt worden. VW hat heute mitgeteilt, dass nicht bis zu 800.000 Fahrzeuge, sondern höchstens 36.000 Autos zu viel CO2 ausstoßen. Hierzulande werden nur fünf der neun verdächtigen Modellvarianten verkauft.

„Abweichungen wurden in den internen Messungen nur bei neun Modellvarianten festgestellt“, teilte VW am Mittwoch in Wolfsburg mit. Zuvor hatte bereits die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung darüber berichtet. Die VW-Aktie legte am Mittwoch zwischenzeitlich um knapp fünf Prozent zu.

Deutsche Regierung reagiert zurückhaltend

Die deutsche Regierung reagiere zurückhaltend auf die Mitteilung des Volkswagen-Konzerns, wonach weit weniger Fahrzeuge als zunächst befürchtet von Abgasmanipulationen betroffen sind. Es handle sich hier um das Ergebnis interner Messungen bei VW, sagte dazu ein Sprecher des Verkehrsministerium in Berlin am Mittwoch.

Die nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten im November vom Kraftfahrtbundesamt angeordneten neuen Messungen des CO2-Ausstoßes bei den Fahrzeugen liefen aber noch. „Das wird auch jetzt weiter in vollem Umfang durchgeführt.“

VW hatte Anfang November mitgeteilt, dass es womöglich bei rund 800.000 Fahrzeugen des Konzerns zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. „Das Kraftfahrtbundesamt hatte unmittelbar nach Bekanntwerden dieses Sachverhalts VW dazu verpflichtet, diese CO2-Werte für die betroffenen Fahrzeuge neu feststellen zu lassen“, erläuterte der Ministeriumssprecher. Diese Messungen würden ungeachtet der aktuellen Bewertungen des Konzerns in vollem Umfang vorgenommen. Wenn VW nun mit neuen Zahlen an die Öffentlichkeit gegangen sei, „ist das das Ergebnis der Innenrevision bei VW, der internen Untersuchungen des Volkswagen-Konzerns“. (APA/dpa)




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