Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 27.04.2017


Unternehmen

Leitner mit Umsatzrekord und Job-Ausbau in Telfs

Der Umsatz der Südtiroler Gruppe Leitner ist zuletzt sprunghaft gestiegen.

Liftstation vom Ferrari-Designer: Anton Seeber (r.) mit Kitzbühels Bergbahn-Chef Josef Burger und Martin Leitner.

© LeitnerLiftstation vom Ferrari-Designer: Anton Seeber (r.) mit Kitzbühels Bergbahn-Chef Josef Burger und Martin Leitner.



Innsbruck – Die Südtiroler Seilbahn-, Pistengeräte-, Beschneiung- und Windanlagen-Gruppe Leitner meldete zum Start der Interalpin in Innsbruck einen Umsatzsprung um etwa 50 auf 773 Mio. Euro. Die Gruppe mit Hauptsitz in Sterzing beschäftigt weltweit 3200 Mitarbeiter, davon allein 1500 in Süd- und Nordtirol. „Wir sind ein Unternehmen, das die Euregio lebt“, sagt Firmenchef Anton Leitner zur TT.

Die Seilbahn von Cabárceno.
Die Seilbahn von Cabárceno.
- Leitner

Ins Werk in Telfs, wo vor allem etwa Klammern, Sessel und Direktantriebe hergestellt werden, wurden in den letzten Jahren weitere 40 Mio. Euro investiert. Der Standort sorge allein für einen Umsatz von 180 Mio. Euro. Seeber rechnet mittelfristig mit einer weiteren Steigerung des Personalstandes auf über 300.

Seeber lehnt „Weltuntergangsszenarien“ etwa wegen der Klimadiskussionen ab und ist optimistisch für die gesamte Wintersportbranche. Bei der Interalpin als führender Messe sei der gesamte Weltmarkt vertreten, Tirol sei die führende Wintersportregion schlechthin. Davon hänge auch der Wohlstand in den Tälern ab.

Stillstand bedeute in der Wirtschaft auf Sicht den Tod, daher ist Seeber klar für weitere Lift-Zusammenschlüsse, und das auch auf dem Gletscher. Leitner sei dazu da, den Seilbahnern mit zukunftsfähigen, umweltfreundlichen und nachhaltigen Lösungen zu helfen. Modernste Geräte brauchten viel weniger Energie und Sprit, die Schadstoffe seien teils über 90 Prozent reduziert worden. Am allerwichtigsten sei Sicherheit. „Das hat bei uns absolute Priorität, keinesfalls eine Gewinnmaximierung.“ Es gehe auch um tolles, funktionales Design von Schneekanonen bis hin zu Gondeln und Liftstationen, für die man eng mit dem weltbekannten Designbüro Pininfarina (designt auch Ferrari) zusammenarbeite, so Seeber.

Heuer baut Leitner in Tirol etwa 10er-Kabinenbahnen in Spieljoch im Zillertal, Eichenhof in St. Johann, Bärenbadkogl Kitzbühel mit Pininfarina-Seilbahnstation. In Serfaus laufen die Arbeiten für die neue, leistungsstärkere Dorf-U-Bahn. (va)