Letztes Update am Di, 02.01.2018 18:14

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Niki-Insolvenz

Niki-Betriebsgenehmigung um 3 Monate verlängert, neuer Konkursantrag

Die Genehmihgung wäre am morgigen Mittwoch ausgelaufen. Ein Insolvenzantrag in Österreich soll die Durchsetzung der Ansprüche Tausender geschädigter Passagiere erleichtern.

© APA/Robert Jäger(Archivbild)



Wien/Berlin – Das Verkehrsministerium von Norbert Hofer (FPÖ) hat die Betriebsgenehmigung – die morgen, Mittwoch ausgelaufen wäre – um drei Monate verlängert. Das sagte ein Sprecher am frühen Abend auf APA-Nachfrage. Es geht um Zeit für die Übernahme, damit die Slots bestehen bleiben.

Indes berichtete der „Kurier“ online darüber, dass sich auch in Österreich Widerstand gegen die Niki-Übernahme durch die IAG-Tochter Vueling formiert. Demnach gibt es also nicht nur Kritik von Teilen der deutschen Politik, daran, dass große Teile von Niki – aus Kritikersicht günstig – an den britisch-spanischen Luftfahrtkonzern IAG bzw. dessen Billig-Tochter Vueling gehen sollen und nicht an die AUA-Mutter Lufthansa.

So brachte die österreichische Firma für Fluggastrechte Fairplane einen Insolvenzantrag gegen Niki vor dem Landesgericht Korneuburg (NÖ) ein, so der „Kurier“. Ein Konkursverfahren in Österreich erleichtere die Durchsetzung der Ansprüche von Tausenden geschädigten Passagieren und gewährleiste ein Verfahren abseits der Interessen der Muttergesellschaft Air Berlin in Deutschland, argumentiert Fairplane. Das Gericht hat noch nicht entschieden. (APA)