Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.03.2018


Unternehmen

Eglo-Group knackt beim Umsatz halbe Milliarde

2017 erzielt Eglo ein Umsatzplus von 5,3 Prozent oder 26 Mio. Euro.

Und auch heuer wird investiert, in Standorte und Mitarbeiter.

© Eglo GroupDie Eglo-Gruppe mit ihrem Vorstandsvorsitzenden René Tiefenbacher ist weiter auf Erfolgskurs.



Von Verena Langegger

Pill – „Wir verkaufen mit unseren Leuchten Emotion“, sagt Eglo-Vorstandschef René Tiefenbacher und zeigt auf eine Lampe, die alt aussieht, aber natürlich neu ist. „Vintage liegt derzeit absolut im Wohntrend, damit wirken Räume umgehend wohnlich und gemütlich.“ Ebenfalls im Trend sind klare Linien und Formen mit Led-Leuchten. Die Eglo-Group war, wie bereits in den vergangenen Geschäftsjahren, auch 2017 höchst erfolgreich. Tiefenbacher spricht gar von einem „Quantensprung“, denn: 2017 legte der Umsatz von Eglo um weitere 5,3 Prozent zu, damit wurde mit 505 Millionen die halbe Milliarde geknackt.

Deutliche Umsatzzuwächse gibt es 2017 in allen europäischen Ländern, in denen Eglo vertreten ist. Für die Region Nordeuropa beträgt das Plus 9,6 Prozent, für die Region Süd-, Südosteuropa und Osteuropa sogar 11,8 Prozent. Umstrukturierungen und Adaptierungen der Zentral- und Tochtergesellschaften seien dort nun abgeschlossen, sagt Tiefenbacher. Neben den bereits bestehenden 55 Vertriebsgesellschaften sind 2017 mit Standorten im Libanon, in Costa Rica und Malaysia wiederum neue Länder und konzerneigene Eglo-Vertriebsgesellschaften dazugekommen. Für 2018 ist ein neuer Standort auf den Philippinen geplant. Ebenfalls für heuer am Plan stehen Erweiterungen und Optimierungen der Produktions- und Logistikstandorte Ungarn und Indien. Diese werden neben China immer wichtiger. Vor allem diese Projekte hatten 2017 einen wesentlichen Anteil am Investitionsvolumen von rund 36,5 Mio. Euro.

Auch für heuer ist Tiefenbacher optimistisch: „Wir sind zuversichtlich, dass der Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt werden kann.“ Es werde sehr auf Marktbedürfnisse geachtet. Zudem wurde das Produktionsentwicklungsteam weiter verstärkt und mit dem Sortimentsausbau sei eine sehr gute Basis für Erfolge in der Zukunft gesetzt worden. „Wir wollen keinen Trend verpassen und durch LED und neue Technologien sind die Produktionszyklen kürzer geworden.“

Neben Vintage sind derzeit auch Textillampen modern, immer noch aktuell sind auch große Metalllampen, die in hohen loftartigen Räumen gut zur Geltung kommen. Jedes Jahr werden von Eglo rund 900 Neuheiten entwickelt. Beliebt sind derzeit auch moderne Leuchten, die mittlerweile – dem Smart-Home Trend entsprechend – mit dem Smartphone gesteuert werden können. Durch die laufende Sortimenterweiterung plant Eglo auch für heuer ein Umsatzwachstum von sechs Prozent. Außerhalb Europas sind Umsatzzuwächse von 20 Prozent geplant, zeigt sich Tiefenbacher zuversichtlich. Richtig durchstarten will Eglo heuer speziell in den USA und Kanada, als Hoffnungsmärkte gelten aber auch Brasilien und Indien.

Tiefenbacher erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzplus – trotz Verteuerung von Rohstoffen und höheren Frachtkosten. 36 Millionen sollen heuer weltweit in Produktion und Ausbau investiert werden. Obwohl Eglo-Standorte überall auf der Welt aufgebaut werden, bleibt die Zentrale, also die Steuerung von Vertrieb und Produktion, in Pill. Schon 2017 wurde auf 300 Mitarbeiter aufgestockt und auch 2018 soll dieser Trend weitergehen, nicht nur in Pill. Weltweit sind 580 Mitarbeiter zur Eglo-Group gekommen, damit liegt der Mitarbeiterstand derzeit bei 4680.




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