Letztes Update am Di, 13.03.2018 13:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

US-Steuerreform bescherte VW milliardenschweren Sonderertrag

Die Neubewertung von Steuerpositionen durch die gesenkten US-Körperschaftsteuersätze hätten einen positiven Effekt von rund einer Milliarde Euro auf den Nettogewinn gehabt, hieß es.

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Washington – Auch der Volkswagen-Konzern hat aus der US-Steuerreform im vergangenen Jahr einen milliardenschweren Sonderertrag verbuchen können. Die Neubewertung von Steuerpositionen durch die gesenkten US-Körperschaftsteuersätze hätten einen positiven Effekt von rund einer Milliarde Euro auf den Nettogewinn gehabt, sagte VW-Finanzvorstand Frank Witter am Dienstag in Berlin.

Die anderen großen deutschen Autobauer Daimler und BMW hatten ebenfalls von der Reform von US-Präsident Donald Trump in der Bilanz profitiert, auch wenn zunächst kein Geld in die Kassen floss. BMW hatte unter dem Strich rund 977 Mio. Euro verbucht, Daimler rund 1,7 Mrd. Euro. Vor einigen Tagen hatte Trump allerdings mehrfach angedroht, insbesondere Mercedes-Benz und BMW mit Einfuhrzöllen für Autos zu belegen.

VW hatte den auf die Aktionäre entfallenden Gewinn im vergangenen Jahr auf 11,4 Mrd. Euro gesteigert - das war mehr als doppelt so viel wie 2016. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren vor allem an Kläger in den USA und Kanada wegen der Dieselaffäre milliardenschwere Zahlungen geleistet, um Rechtsverfahren aus der Welt zu schaffen. Bisher liegt die Rechnung für die im September 2015 in den USA aufgeflogene Manipulation von Software zur Abgasreinigung bei insgesamt rund 25,8 Mrd. Euro. (APA/dpa)