Letztes Update am Mo, 18.06.2018 12:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unternehmen

Stellenabbau bei GE in der Schweiz fällt kleiner aus als geplant

Die Pläne des Unternehmens sehen nun einen möglichen Abbau von höchstens 1200 statt 1400 Stellen vor.

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Zürich – Der US-Konzern General Electric (GE) baut in der Schweiz etwas weniger Stellen ab als ursprünglich geplant. Die Pläne des Unternehmens sehen nach Abschluss des Konsultationsverfahrens nun einen möglichen Abbau von höchstens 1200 Stellen vor, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Zuvor sollten 1400 bei der Restrukturierung der Kraftwerkssparte dem Rotstift zum Opfer fallen.

Der mit Jahresbeginn lancierten Austrittsplan von GE hat aber offenbar bereits zu einer Reihe von Abgängen geführt. Durch die natürliche Fluktuation und Mitarbeiter, die neue Stellen gefunden hätten, betrage die tatsächliche Anzahl der verbleibenden betroffenen Stellen höchstens noch 684, wie das Unternehmen betont. Dabei spiele der interne Stellen- und Beratungsservice eine wichtige Rolle.

Resultat der Konsultation sei zudem die Standortverlagerung von Oberentfelden nach Birr (AG). Mit Investitionen von rund 40 Mio. Schweizer Franken (35 Mio. Euro) soll ein konsolidierter, konkurrenzfähiger Produktionsstandort geschaffen werden. Nach Abschluss der Restrukturierung würden Baden und der neu ausgebaute Produktionsstandort Birr gemeinsam zu den drei größten GE-Power-Standorten der Welt gehören.

Im Juni 2017 beschäftigte GE in der Schweiz noch 4500 Mitarbeitende. Nach der Umsetzung des angepassten Plans wird GE und ihre Tochtergesellschaften noch rund 2800 Mitarbeitende zählen, davon mit 2100 der Großteil an den Standorten Baden und Birr, wie das Unternehmen auf Nachfrage mitteilte.

Der US-Konzern fährt seine Aktivitäten im Bereich thermische Kraftwerke aufgrund der weltweit sinkenden Nachfrage zurück. In der Schweiz ist es bereits nach 2016 der zweite große Stellenabbau. In der letzten Runde wurden rund 900 Stellen abgebaut, nachdem zuvor rund 1300 geplant waren. GE hatte die Energiesparte Power Services in Baden 2015 von Alstom übernommen.

Der Konzern fährt die Kraftwerksparte weltweit zurück und will insgesamt rund 10.000 Stellen streichen. (APA/awp/sda)