Letztes Update am Fr, 17.08.2018 14:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unternehmen

BayernLB will wieder im Österreich-Geschäft mitmischen

Die einstige Hauptaktionärin der maroden Hypo Alpe Adria will das Mittelstandsgeschäft in den Nachbarländern ausbauen.

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© dpa



München, Wien - BayernLB-Chef Johannes-Jörg Riegler, der um eine Verlängerung seines Anfang 2019 auslaufenden Vertrags kämpft, will die Bank „mittelfristig zu einer der stärksten Regionalbanken in Europa“ entwickeln. Nach dem Ende der von der EU verordneten Beschränkungen will Riegler etwa das Mittelstandsgeschäft in den Nachbarländern Österreich und Schweiz ausbauen.

Das kündigte Riegler am Freitag an. Im Immobiliengeschäft will er die Abhängigkeit vom deutschen Markt reduzieren und sich stärker in den USA und Frankreich engagieren.

Konzerngewinn legte zu

Im Bankgeschäft in Österreich hat die Bayerische Landesbank, wie berichtet, als einstige mehrjährige Hauptaktionärin der maroden Hypo Alpe Adria Bank im Jahr 2009 Schiffbruch erlitten. Davor, von 1996 bis 2004, war die BayernLB zweitgrößte Aktionärin der BAWAG. Vor vielen Jahren hielten die Bayern auch einmal eine 45-prozentige Beteiligung an der Tiroler Sparkasse (TiSpa).

Am Freitag legte die BayernLB in München Halbjahreszahlen vor. Vor allem dank ihrer Tochter DKB hat sie im ersten Halbjahr 2018 mehr verdient. Der Konzerngewinn vor Steuern legte um 6 Prozent auf 452 Mio. Euro zu. „Das Ergebnis liegt insgesamt deutlich über unseren eigenen Erwartungen“, sagte Finanzchef Markus Wiegelmann zu Reuters. Während das Geschäft bei der Direktbank DKB floriert, spürt die Landesbank im Firmenkundengeschäft Gegenwind.

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Rund läuft es derzeit aber vor allem bei der DKB, die ihr Ergebnis vor Steuern im ersten Halbjahr auf 204 (Vorjahr: 116) Mio. Euro fast verdoppelte. Die mit mehr als 3,8 Millionen Kunden zweitgrößte Direktbank in Deutschland nach der ING DiBa profitierte von einer günstigeren Refinanzierung und steigenden Kundenzahlen. Der Zinsüberschuss der DKB legte trotz der niedrigen Marktzinsen auf 511 (429) Mio. Euro zu. Das trieb auch den Zinsüberschuss des Konzerns um vier Prozent auf 879 Mio. Euro hoch. (APA/Reuters)




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