Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 06.10.2018


Osttirol

Der Weltspartag bringt einen Führungswechsel bei der Sparkasse Lienz

Mit 31. Oktober tritt Anton Klocker nach 18 Jahren als Vorstand der Lienzer Sparkasse in den Ruhestand. Die Bank besteht seit 140 Jahren.

© Blassnig ChristophMartin Bergerweiß, Hermann Troger (Aufsichtsratvors.), Bernhard Gugganig und Anton Klocker (v. l.) feierten 140 Jahre Lienzer Sparkasse.Foto: Blassnig



Von Christoph Blassnig

Lienz – Die Digitalisierung ist die Basis, ohne die eine Bank nicht mehr bestehen kann, sagt der neue Vorstand der Lienzer Sparkasse, Bernhard Gugganig. „Das und nicht mehr. Ich bin überzeugt, dass den Menschen und damit unseren Mitarbeitern die Zukunft gehört. Wir bieten beides – die Kunden entscheiden.“ Das Bankgeschäft sei Vertrauenssache wie eh und je. „Die wirklich wichtigen Finanzentscheidungen begleiten einen eine lange Zeit des Lebens. Man trifft sie nicht auf Empfehlung einer App oder Internetanwendung, sondern auf Augenhöhe mit einem Berater, der den ganz individuellen Bedarf zu erfüllen weiß.“ Kontostandabfragen, Überweisungen und ähnliche Standarddienst­leistungen würden sich dagegen perfekt für die digitale Form des Bankwesens eignen, so Gugganig.

Der Mitarbeiterstand liege derzeit bei über 60, erklärt Anton Klocker, der mit 31. Oktober, dem Weltspartag, in den Ruhestand wechselt. „Ein passendes Zusammentreffen, schließlich haben wir diesen Tag den Sparkassen zu verdanken“, meint Klocker, der sich auf seine Pension freut. Mit Bernhard Gugganig sei ein Nachfolger in den Vorstand gekommen, der größt­e Erfahrung mitbringe und aus elf Bewerbungen hervorging. „Mit Martin Bergerweiß hab­e ich bereits 17 Jahre im Vorstand gearbeitet. Er übernimmt die Marktfolge, also alle Geschäftsbereiche, die nicht in direktem Kontakt mit Kunden stehen“, stellt Klocker seine Nachfolger vor. „Bernhard Gugganig dagegen wird Leiter des Vertriebes. Ein Zweiervorstand mit großer Erfahrung und Reputation“, so Klocker. 140 Jahre nach Gründung der ältesten Lienzer Bank stehe man mit einer Eigenmittelquote von 32 Prozent exzellent da. Das Kerngeschäft bleibe der Bezirk und dabei die Wohnraum-finanzierung. Gestern wurde das Jubiläum mit einem Festakt in der Wirtschaftskammer gefeiert, zu dem auch Harald Mahrer, Präsident der Österreichischen Nationalbank, angereist war.