Letztes Update am Mo, 05.11.2018 18:33

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Apple Pay „kommt bald“ nach Deutschland

Bei dem Service zum Bezahlen per Smartphone oder Apple Watch will der US-Konzern u.a. mit der Deutschen Bank, der HypoVereinsbank, der Commerzbank-Tochter Comdirect, der Direktbank N26 und dem Zahlungsanbieter Wirecard mit seiner Bezahl-App „Boon“ kooperieren.

© REUTERS/Mike BlakeApple Pay funktioniert, in dem man sein iPhone oder seine Computeruhr Apple Watch über Bezahlterminals hält.



Frankfurt – Apple treibt die Einführung seines Bezahldiensts Apple Pay in Deutschland voran. Bei dem Service zum Bezahlen per Smartphone oder Apple Watch will der US-Konzern u.a. mit der Deutschen Bank, der HypoVereinsbank, der Commerzbank-Tochter Comdirect, der Direktbank N26 und dem Zahlungsanbieter Wirecard mit seiner Bezahl-App „Boon“ kooperieren, teilte Apple auf seiner Apple-Pay-Site in Deutschland mit.

Auch die großen Kreditkartenkonzerne Visa, Mastercard (inklusive Maestro) und American Express sind an Bord. Zu den Geschäften, in denen demnächst mit Apple Pay bezahlt werden kann, zählen unter anderem Aldi, Lidl, Netto, Kaufland, Real und Media Markt. Einen genauen Termin für den Start in Deutschland nannte Apple nicht. Auf der Webseite (https://www.apple.com/de/apple-pay) hieß es lediglich Apple Pay „kommt bald“.

Apple Pay noch heuer in Deutschland

Konzernchef Tim Cook hatte bereits im Sommer angekündigt, Apple Pay noch heuer nach Deutschland zu bringen. Der Service ist rund vier Jahre nach dem Start in den USA in mehr als 20 Ländern verfügbar – etwa in China, aber auch in Frankreich, Polen oder der Schweiz. In Deutschland konnte sich Apple dagegen lange Zeit nicht mit den Banken einigen.

Der Apple-Konkurrent Google ist in Deutschland schon seit Ende Juni mit seinem Bezahldienst Google Pay am Markt. Auch ein Großteil der Sparkassen sowie der Volks- und Raiffeisenbanken bietet das mobile Bezahlen per Handy über ihre eigenen Apps an. Die Bezahldienste funktionieren aber jeweils nur mit Android-Handys, deren Marktanteil in Deutschland bei rund 75 Prozent liegt. Um den Dienst am Smartphone nutzen zu können, muss dieses mit einer SIM-Karte ausgestattet sein, die die Nahfeldkommunikation (NFC) unterstützt. An der Kasse hält der Kunde das Smartphone ans Bezahlterminal, und die Daten werden wie beim kontaktlosen Zahlen per Karte per NFC-Funk übertragen. Die meisten Kassenterminals sind bereits NFC-tauglich. (APA/Reuters)