Letztes Update am Do, 08.11.2018 12:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Energiewirtschaft

Umbau in der Kraftwerksparte belastet Siemens-Geschäft

In den letzten drei Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres verdiente der deutsche Mischkonzern unterm Strich 681 Mio. Euro – um 46 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor.

© dpa/Peter KneffelSymbolfoto.



München – Hohe Kosten für den Personalumbau in der Kraftwerksparte haben im vierten Quartal den Gewinn bei Siemens kräftig gedrückt. In den letzten drei Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres verdiente der deutsche Mischkonzern unterm Strich 681 Mio. Euro – um 46 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor, wie Siemens am Donnerstag in München mitteilte.

Der Umsatz stieg im vierten Quartal leicht um 2 Prozent auf rund 22,6 Mrd. Euro. Die Dividende will Siemens um 10 Cent auf 3,80 Euro je Aktie erhöhen. Zudem beginnt im November ein weiteres, erneut drei Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm, das bis 2021 läuft.

Gewinn und Umsatz gestiegen

Im Gesamtgeschäftsjahr legte Siemens beim Gewinn zu. Nach Steuern blieben dem Konzern rund 6,12 Mrd. Euro – nach rund 6,09 Mrd. Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg ebenfalls leicht von 82,86 Mrd. auf 83,04 Mrd. Euro.

Insgesamt präsentierte Siemens in nahezu allen Sparten sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis gestiegene Zahlen. Die Krise in der Kraftwerksparte aufgrund von Überkapazitäten insbesondere von großen Gasturbinen geht indes weiter.

Die hohen Umbaukosten ließen das Ergebnis auf ein Minus von 139 Mio. Euro einbrechen. Der Umsatz ging um 8 Prozent auf rund 3,35 Mrd. Euro zurück. Anfang des Jahres hatte sich Siemens mit der Arbeitnehmerseite auf den Abbau von 2900 Stellen allein in Deutschland geeinigt sowie auf die Neustrukturierung der Standorte. Die Kosten für den Personalabbau allein in der schwächelnden Kraftwerkssparte bezifferte Siemens auf 301 Mio. Euro. (APA/dpa/Reuters)