Letztes Update am Di, 20.11.2018 15:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nach Trennung von dm

Bio-Händler Alnatura: Neuausrichtung geschafft

Das Unternehmen hat für rund 40 Prozent des Umsatzes neue Abnehmer gefunden. Mit neuen Filialen und Partnern wurde 2017/18 ein Umsatz von 822 Millionen Euro erwirtschaftet.

© AlnaturaAlnatura-Gründer Götz Rehn. (Archivfoto)



Frankfurt – Nach der Trennung von seinem wichtigsten Handelspartner dm sieht sich der deutsche Bio-Lebensmittelhändler Alnatura wieder auf einem gesunden Wachstumskurs. Das Unternehmen habe die Neuausrichtung geschafft, indem für rund 40 Prozent des Umsatzes neue Abnehmer gefunden wurden, erklärte Alnatura-Geschäftsführer Rüdiger Kasch am Dienstag in Frankfurt.

Mit neuen Filialen und internationalen Handelspartnern habe das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017/18 (30. September) einen Umsatz von 822 (Vorjahr: 770) Mio. Euro erwirtschaftet. Das ist eine Steigerung um 6,8 Prozent. Auch bereinigt um neue Flächen seien die Erlöse gestiegen. Der Gewinn ist nach Angaben des Alnatura-Gründers Götz Rehn im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen. Genaue Zahlen nennt das Unternehmen traditionell nicht.

Wachstumstreiber seien die mittlerweile 132 Alnatura-Supermärkte in Deutschland, berichtete Geschäftsführer Kasch. Die Artikel sind zusätzlich bei einer Vielzahl von Handelspartnern zu kaufen. Mit den zwei neuen französischen Handelspartnern „Supermarches Match“ und „Cora“ sind Alnatura-Produkte zudem in 14 Ländern verfügbar.

Umsatzeinbußen nach Trennung von dm

Nach der Trennung von der Drogeriemarktkette dm im Jahr 2014 hatte Alnatura große Umsatzeinbußen erlitten und sich neue Partner gesucht. Die beiden einstmals sehr engen Partner hatten einen Rechtsstreit um Markenrechte mit einem Vergleich beigelegt. Ein weiterer Prozess um angebliche Mitspracherechte der dm-Kette bei Vertriebsentscheidungen von Alnatura wurde in erster Instanz zu Gunsten des Bio-Händlers entschieden. Im Dezember wird das Berufungsurteil des Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt erwartet. (APA/dpa)