Letztes Update am Di, 27.11.2018 10:18

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Möbelhandel

Online-Möbelhändler Home24 dämpft die Erwartungen

Die Zurückhaltung der Kunden wegen des ungewöhnlich heißen Sommerwetters hat dem Online-Möbelversender Home24 zu schaffen gemacht.

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Berlin – Der Online-Möbelversender Home24 hat den Umsatzdämpfer aus dem Sommer noch nicht verdaut. Das Geschäft zog zwar im dritten Quartal wieder an, das Unternehmen ruderte aber bei seinen Umsatzzielen für das Gesamtjahr zurück. Home24 peilt nun für das Gesamtjahr eine währungsbereinigte Steigerung von mehr als 20 Prozent an, wie die Rocket-Internet-Beteiligung am Dienstag in Berlin mitteilte.

Zuvor hatte der Online-Händler rund 30 Prozent in Aussicht gestellt. Doch die Zurückhaltung der Kunden wegen des ungewöhnlich heißen Sommerwetters hatte Home24 zu schaffen gemacht.

Nach neun Monaten steht nun ein Umsatz von 221 Mio. Euro in den Büchern – ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wobei Wechselkurseffekte ausgeklammert werden. Im dritten Quartal legte Home24 um 16 Prozent zu und damit doppelt so stark wie in den drei Monaten zuvor. Für das vierte Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft geht Home24 von einem Umsatzplus zwischen 25 und 31 Prozent aus.

Damit käme der Konzern auf einen Jahresumsatz von bis zu 323 Mio. Euro. Die Verluste dürften sich aufgrund von Investitionen ausweiten. Unverändert wollen die Berliner dabei Ende 2019 erstmals die Gewinnschwelle beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) erreichen. 2017 betrug der Verlust hier 22 Mio. Euro.

Home24 war im Juni dieses Jahres an die Börse gegangen. Anlegern dürfte die bisherige Kursentwicklung jedoch Tränen in die Augen treiben: Zwar konnte das zum Ausgabepreis von 23 Euro gestartete Papier im ersten Monat zulegen, doch danach ging es abwärts. Binnen sechs Monaten hat sich der Börsenwert von Home24 nahezu halbiert. (APA/dpa)




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