Letztes Update am Sa, 01.12.2018 23:44

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreich

Verhandlungen im Bahn-KV laufen noch, Nachtschicht möglich

Seit Samstagnachmittag verhandeln die Eisenbahner nach ihren Warnstreiks wieder über den neuen Kollektivvertrag. Es ist inzwischen die zehnte Verhandlungsrunde.

© APA/Herbert Neubauervida-Chef Roman Hebenstreit (R) und Arbeitgeber-Chefverhandler Thomas Scheiber starteten optimistisch in die 10. Verhandlungsrunde.



Wien – Seit 14.00 Uhr am Samstag läuft die zehnte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft für einen neuen Bahn-Kollektivvertrag. Ein KV-Abschluss ist am späten Samstagabend noch nicht in Sicht. Es werde noch lang dauern, hieß es aus Verhandlerkreisen zur APA. Weitere Details zum Verhandlungsstand gab es vorerst nicht.

Es gebe noch laufend Verhandlungen und Berechnungen, hieß es aus einem Verhandlerteam. Bisher habe es noch keine Pause gegeben, nur Rückzug beider Teams für Berechnungen und Abstimmungen. Dann werde wieder in großer Runde weiterverhandelt.

Am Freitagnachmittag hatte die für die Eisenbahner zuständige Gewerkschaft vida ein neues Angebot der Arbeitgeberseite erhalten. Vida-Chef Roman Hebenstreit wollte den Kompromissvorschlag der Bahnunternehmen am Samstag vor Verhandlungsbeginn nicht offiziell kommentieren.

Vergangenen Montag war es zu einem zweistündigen Warnstreik in Österreich gekommen, mehr als 100.000 Fahrgäste waren betroffen. Die Bahnwirtschaft umfasst in Österreich rund 60 Bahnunternehmen mit 40.000 Beschäftigten. Der größte Player ist die staatliche ÖBB. Andere größere Betriebe sind die Graz-Köflacher Bahn und die mehrheitlich private Westbahn von Hans Peter Haselsteiner. (APA)