Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 04.01.2019


Bezirk Landeck

Winter bremste Venet Bob ein

Das Kunststück, den Venet Bob noch vor Weihnachten zu eröffnen, ist nicht geglückt. Der Wintereinbruch schlug dem Plan ein Schnippchen. Die Anlage soll nach der Saison fertig gestellt werden.

Der Skibetrieb der Venetbahn läuft – der Venet Bob wird aber erst im Frühling fertig gebaut werden.

© ReichleDer Skibetrieb der Venetbahn läuft – der Venet Bob wird aber erst im Frühling fertig gebaut werden.



Von Matthias Reichle

Landeck, Zams – Das Ziel war ambitioniert: „Der Venet Bob ist bis 22./23. Dezember betriebsbereit“, hatte Venetbahn-Vorstand Werner Millinger noch im November gehofft. Der milde Herbst kam den Bauarbeiten auf 2200 Metern Seehöhe sehr entgegen. Die neue Attraktion am Hausberg der Land­ecker und Zammer – eine Art Alpenachterbahn mit schienengeführten Bobs – wäre damit noch vor Weihnachten eröffnet worden. Dann kam der Wintereinbruch: „Es ist sich ganz knapp nicht mehr ausgegangen“, so Millinger gestern. „Das Problem war, dass wir den Tunnel nicht mehr montieren konnten.“ Er soll die Bobfahrer, die im oberen Bereich einen A1-Mast passieren und zweimal die Bahn unterfahren, vor Eisschlag schützen. Die Gefahr sei nicht einzuschätzen, auch am Mast befindet sich eine große Schneewechte. Der Unterbau für die Einhausung muss mit 1,5 Meter langen Ankern im Boden fixiert werden. „Wir können derzeit noch nicht sagen, wann wir das durchführen können“, so Millinger. Für die Montage müsste auch der Betrieb der Weinbergbahn eingestellt werden. „Wir können den Winterbetrieb nicht einschränken, das macht keinen Sinn.“

Ein Bild aus der Zeit vor dem letzten Schneefall. Die Riefe wurde am 24. Dezember vermurt.
Ein Bild aus der Zeit vor dem letzten Schneefall. Die Riefe wurde am 24. Dezember vermurt.
- Zangerl

Derzeit liegen die Schienen des Venet Bobs, die bereits vollständig montiert worden sind, teilweise auch tief unter Schnee begraben. Sowohl die Tunnelteile als auch die Bobs lagern noch in der Halle des Herstellers. Für die Montage müsse man allerdings nicht warten, bis die Straße auf den Krahberg schneefrei ist, der Transport könne über die Gondel erfolgen. Auch die behördliche Genehmigung für die Anlage müsse dann noch durchgeführt werden.

Pech hatten die Venetbahnen auch zu Weihnachten. Ausgerechnet am 24. Dezember wurde die Zammer Riefe vermurt. Die Bäche seien aufgrund des starken Regens übergegangen und hätten den Hang überschwemmt, beschreibt Bürgermeister Siggi Geiger den Vorfall. Der Übungshang ist besonders für junge Familien mit Kindern attraktiv. „Der Schaden der Mure an der Schleppspur ist nicht groß“, erklärt Millinger. Aber auch die Beschneiung ist defekt. Derzeit warte man auf das Ergebnis der Untersuchung und hoffe auf einen mechanischen Schaden. Am Montag werde man mehr wissen. „Wir hoffen, die Riefe diesen Winter in Betrieb nehmen zu können, wenn die Beschneiungsanlage wieder funktioniert“, so Millinger.

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