Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 17.01.2019


Unternehmen

Limo-Produzent Almdudler ist ohne Coca-Cola „daham“

Almdudler hat sich mit Jahreswechsel neu aufgestellt – und will auch in Tirol mit neuen Produkten punkten.

Almdudler-Geschäftsführer Gerhard Schilling.

© Almdudler-Geschäftsführer Gerhard Schilling.



Innsbruck, Wien – Laut Umfragen kennen fast 98 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher (und auch 80 Prozent der Deutschen) die Marke, sehr viele wohl auch den Werbeslogan „Wenn die kan Almdudler hab’n, geh’ i wieder ham!“ Seit 1886 gibt es das Unternehmen, 1957 wurde die Kräuterlimonade von Erwin Klein (hat vor Olympia 1964 auch das Hotel Olympia in der Axamer Lizum gebaut) als Antwort auf Coca-Cola erfunden. Das Wiener Familienunternehmen (gehört weiter zu 100 Prozent der Familie Klein) ist seit Langem die Nummer zwei auf dem Limonadenmarkt – hinter dem US-Giganten Coca-Cola, das bis jetzt als Lizenznehmer für die Abfüllung und den Gastro-Vertrieb zuständig war.

Mit Jahreswechsel wurde diese Zusammenarbeit beendet. „Im besten Einvernehmen, wir gehen jetzt aber getrennte Wege und führen die Marke gemäß unserer Österreich-DNA komplett selbstständig“, so Almdudler-Geschäftsführer Gerhard Schilling bei einem Tirol-Besuch gegenüber der TT. Den Vertrieb in der Gastronomie besorgt man künftig selbst, die Abfüllung erfolgt bei Vöslauer/Ottakringer bzw. für Spezi (wo man die Markenrechte für Österreich erworben hat) bei Egger in Unterradlbrunn.

Gas geben will Almdudler sowohl im Handel (zwei Drittel des Umsatzes) als auch in der Gastronomie, vor allem auch mit Produktinnovationen. Dazu zählten neue Varianten von Almdudler bis hin zu einer Zuckerfrei- und einer Leicht-Variante sowie einem neuen Sirup und einem Functional-Segment etwa mit Mate & Guarana und Ingwer & Matcha. Auch bei Spezi gebe es einige Variationen. Die größte Kundengruppe sei jene der 12- bis 29-Jährigen. Almdudler hat 60 Beschäftigte, einen „mittleren zweistelligen Millionenumsatz“ und zuletzt über 80 Mio. Flaschen und Dosen verkauft.

Ein großer Trend ist die Zucker-Reduktion, sagt Schilling. Über die Gesamtpalette habe man den Zuckeranteil um 30 % reduziert, bei der Leicht-Variante um 60 %. (va)