Letztes Update am Di, 22.01.2019 09:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Überprüfung bestätigt Egger Legalität von Holzeinkauf

Die Lieferketten aus Risikoländern sind laut unabhängiger Monitoring-Gesellschaft EUTR-konform, teilte der Tiroler Holzkonzern mit.

Das Eggerwerk in St. Johann.

© EggerDas Eggerwerk in St. Johann.



St. Johann in Tirol – Nachdem im vergangenen Jahr heimische Holzunternehmen mit dem Vorwurf von illegal geschlägertem Holz konfrontiert waren, hat der Tiroler Holzkonzern Egger von einer unabhängigen Monitoring Gesellschaft die Legalität des eingesetzten Holzes bestätigt bekommen. Man habe die Lieferketten „bis in den Wald überprüft“, teilte Egger am Dienstag in einer Aussendung mit.

Bereits im April des vergangenen Jahres, also noch vor Bekanntwerden der Vorwürfe, habe Egger mit der Schweizer Societe Generale de Surveillance (SGS) einen externen Überwachungsvertrag der EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) abgeschlossen. Um seiner Verantwortung gerecht zu werden, habe Egger die Lieferketten aus Risikoländern wie Russland, Weißrussland, der Ukraine oder Rumänien einer zusätzlichen Überprüfung unterzogen.

Im Rahmen dieses Audits seien sowohl das Egger Werk Radauti in Rumänien, als auch Importe aus der Ukraine und Weißrussland geprüft worden. Anlässlich kritischer Berichterstattung sei ein besonderes Augenmerk auf staatliche Forstämter in der Ukraine gelegt und diese einer genauen Überprüfung durch die ukrainischen Forstexperten der SGS unterzogen worden, hieß es.

Das Ergebnis zeige, dass Egger geeignete Risikominderungsmaßnahmen ergriffen habe, alle geforderten Nachweise und Belege erbringen könne und damit die Konformität mit den Gesetzesanforderungen nachgewiesen sei, teilte der Tiroler Holzkonzern mit. „Das Zertifikat ist eine weitere Bestätigung dafür, dass Egger seinen Sorgfaltspflichten in allen Belangen vollumfänglich nachkommt“, meinte Walter Schiegl, in der Egger Gruppenleitung verantwortlich für Technik, Produktion und Einkauf, zum Ergebnis der Überprüfung. (APA)