Letztes Update am Do, 14.02.2019 14:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lieferdienste

Aus für Uber-Lieferdienst, Mjam will Uber Eats-Kuriere auffangen

Der Uber-Lieferdienst Eats verlässt Österreich. Von dem Rückzug sind rund 200 selbstständige Essenszusteller betroffen.

Nach dem Aus für Uber Eats wird es in Österreich nur noch zwei große Player am Markt für Essenslieferungen geben.

© imago stock&peopleNach dem Aus für Uber Eats wird es in Österreich nur noch zwei große Player am Markt für Essenslieferungen geben.



Wien – Der Online-Essenslieferdienst Uber Eats zieht sich aus Wien und damit aus ganz Österreich zurück. Die App wird nur mehr bis zum 7. März aktiv sein, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einem Blogeintrag mit. Von dem Rückzug sind rund 200 selbstständige Essenszusteller betroffen, fix angestellte Mitarbeiter gab es dagegen in Wien nur wenige.

Das Geschäft in Wien sei im Vergleich mit anderen europäischen Städten nicht so schnell und stark gewachsen, wie man sich dies erhofft habe, schreibt Uber Eats in dem Blogpost. Zudem sei die Konkurrenz in Wien sehr hart, es gebe viele Essenslieferdienste, die alle viel investieren.

Nur mehr zwei große Anbieter

Nach dem Aus für Uber Eats wird es in Österreich nur noch zwei große Player am Markt für Essenslieferungen geben, und zwar den deutschen Konzern Delivery Hero, der mit den Marken Foodora sowie Mjam in Österreich tätig ist, sowie den niederländischen Konkurrenten takeaway.com, der in Österreich mit der Plattform lieferservice.at bekannt ist.

Artur Schreiber, operativer Geschäftsführer von Mjam und der kleinen Schwester foodora, war wie viele Branchenkenner von der Entscheidung überrascht.„Der Schritt dieses internationalen Konzerns zeigt, dass diese Branche nicht einfach ist. Der Markt ist hart umkämpft und bestätigt mich in unseren Anstrengungen, dass wir es erstaunlich gut machen“, meint Schreiber gegenüber der TT.

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Jobangebot für Uber-Kuriere

Mjam sucht derzeit über 300 Fahrradkuriere und will nach eigenem Bekunden den Uber Eats-Fahrern ein Auffangnetz bieten. „Seit Jänner dieses Jahres haben wir für alle freien Fahrradkuriere einen Mindestlohn von acht Euro eingeführt, im Durchschnitt liegt die stündliche Entlohnung zwischen neun und zwölf Euro“, so Schreiber, der zudem hofft, dass die bisher exklusiv bei Uber Eats gelisteten Restaurants auch zu Mjam und foodora wechseln: „Und natürlich richten wir dieses Angebot auch an alle Kunden von Uber Eats“, meint Schreiber abschließend.

Uber Eats startete vor rund zwei Jahren in Österreich und war ausschließlich in Wien tätig. Zuletzt hatte das Unternehmen rund 200 selbstständige Essenszusteller, die für rund 500 Wiener Restaurants Essen ausgeliefert haben. (APA. TT)