Letztes Update am Di, 12.03.2019 12:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bolivien

33 Kilometer Länge: Doppelmayr stellte Seilbahnnetz von La Paz fertig

Die letzte Linie mit der ihr zugeordneten Farbe Silber und einer Länge von rund 2,7 Kilometer wurde am vergangenen Samstag von Boliviens Präsident Evo Morales und der Betreiberfirma „Mi Teleferico“ gemeinsam mit Doppelmayr-Vorstand Hanno Ulmer eröffnet. Für den Vorarlberger Hersteller Doppelmayr/Garavanta bedeutete

das Projekt den größten Auftrag in der Firmengeschichte

Eine der Linien im Seilbahnnetz: Die "Línea Roja".

© DoppelmayrEine der Linien im Seilbahnnetz: Die "Línea Roja".



Wolfurt, La Paz – Das größte urbane Seilbahnnetz der Welt im Großraum der bolivianischen Hauptstadt La Paz ist vor wenigen Tagen durch eine zehnte und letzte Linie vervollständigt worden. Das nun rund 33 Kilometer umfassende Netz hat seit der Eröffnung der ersten Seilbahn im Mai 2014 bereits fast 200 Millionen Fahrgäste transportiert. Der Vorarlberger Hersteller Doppelmayr/Garavanta zeigte sich stolz.

Die letzte Linie mit der ihr zugeordneten Farbe Silber und einer Länge von rund 2,7 Kilometer wurde laut einer Aussendung von Doppelmayr am vergangenen Samstag von Boliviens Präsident Evo Morales und der Betreiberfirma „Mi Teleferico“ gemeinsam mit Doppelmayr-Vorstand Hanno Ulmer eröffnet. „Dieses Projekt hat Geschichte geschrieben. Es ist zum Exempel urbaner Seilbahnen geworden. Nirgendwo auf der Welt existiert ein Netz in dieser Größe“, freute sich Cesar Dockweiler, Chef von Mi Teleferico.

Größter Auftrag der Firmengeschichte

Für Doppelmayr/Garavanta bedeutete die Realisierung des Seilbahnnetzes nach eigenen Angaben den größten Auftrag der Firmengeschichte. Zwar machte das Unternehmen keine Angaben zum Geschäftsvolumen, Medienberichten zufolge wurden für die Finanzierung aber rund 750 Mio. Dollar (667 Mio. Euro) aufgewendet. „Die Geschichte dieses Projekts hat 2012 begonnen. Heute sehen wir zufriedene Passagiere, die erleben, wie dieses komfortable und sichere Verkehrsmittel positiv zu ihrer Lebensqualität beiträgt“, sagte Ulmer.

Das ursprünglich aus drei Linien, elf Stationen und einer Gesamtlänge von etwa 10,4 Kilometern bestehende Seilbahnnetz zwischen La Paz und El Alto war zum Jahresende 2014 fertiggestellt worden. Nur wenige Monate später – im Frühjahr 2015 – wurden die nächsten Vereinbarungen zum Ausbau des Seilbahnnetzes unterzeichnet, das im 1,8-Millionen-Einwohner-Ballungsraum von La Paz-El Alto zur Verkehrsentlastung beiträgt. In der zweiten Phase wurde das Netz um sechs Seilbahnen bzw. 20 Kilometer und 23 Stationen erweitert. Pro Tag wird das Seilbahnnetz von 250.000 bis 300.000 Passagieren genützt. (APA)