Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 12.04.2019


Tirol

Tausende Neukunden: TiSpa-Kundenrekord und höherer Gewinn

Die Tiroler Sparkasse gewann fast 7800 Kunden dazu. Heuer wird die Sparkassen-Idee 200 Jahre alt.

Vorstände Hans Unterdorfer (.) und Christian Reingruber.

© Thomas SteinlechnerVorstände Hans Unterdorfer (.) und Christian Reingruber.



Innsbruck – Vor 200 Jahren wurde im Jahr 1819 mit der heutigen Erste Bank die erste Sparkasse Österreichs in Wien gegründet. Drei Jahre später folgte ebenfalls aus wohltätigen Motiven die Gründung der Sparkasse Innsbruck (die heutige TiSpa) als damals zweite Sparkasse Österreichs und ältestes Geldinstitut Tirols. „Auch heute noch ist es unser größtes Anliegen, unseren Kundinnen und Kunden Mut zu machen: Mut an etwas zu glauben, an Zielen festzuhalten und diese schließlich zu verwirklichen“, sagt TiSpa-Vorstandschef Hans Unterdorfer.

Regionalität sei auch heute noch in Zeiten der Digitalisierung („George ist das modernste Banking im Land“) weiterhin ein großer Trumpf. So habe man neue bzw. ausgebaute Filialen in der Höttinger Au in Innsbruck, in Götzens und Silz eröffnet, in Summe habe man 580 Mitarbeiter an 53 Standorten. Die Zahl der Privat- und Firmenkunden sei um fast 7800 auf nunmehr 153.000 angestiegen. Kein anderes Institut in Tirol hab­e mehr, betont Unterdorfer. Die TiSpa sei Teil der international agierenden Erste Group, des führenden Finanzdienstleisters in Zentraleuropa mit über 47.000 Mitarbeitern, 16 Mio. Kunden in sieben Ländern und einer Bilanzsumme von 236,8 Milliarden Euro.

Die Tiroler Sparkasse selbst erzielte im Vorjahr Zuwächse bei allen wichtigen Bilanzkennzahlen. Die Bilanzsumm­e stieg auf rund 3,85 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis legte um fast 13 Prozent auf 28,1 Mio. Euro zu. Der Jahresüberschuss vor Steuern lag bei 26,6 Mio. Euro. Die Einlagen stiegen um 52 Mio. auf 2,635 Mrd. Euro, die Kunden verfügen über insgesamt 287.650 Sparbücher und Konten. Das Volumen der vergebenen Kredite konnte 2018 deutlich gesteigert werden. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr beachtliche 644 Mio. Euro Kredite neu vergeben, das Kredit­volumen insgesamt stieg auf 3,032 Mrd. Euro.

Die Tiroler Sparkasse liege bei der Gesamteigenmittelquote bei 14 Prozent (hartes Kernkapital CET 1 bei 13,84 Prozent) und verfüge damit über eine mehr als solide Kapitalausstattung, erklärt Vorstandsdirektor Christian Reingruber. (TT)