Letztes Update am Mo, 15.04.2019 08:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

„Beschäftigte geben nicht auf“: Streiks bei Amazon zur Osterzeit

An vier Standorten des Onlinehändlers in Deutschland legen die Beschäftigten die Arbeit nieder – zum Teil für mehrere Tage. Seit Jahren fordert die Gewerkschaft eine Bezahlung nach den Tarifen des Einzelhandels.

Streiks bei Amazon sind inzwischen zu einem Dauerbrenner geworden.

© dpaStreiks bei Amazon sind inzwischen zu einem Dauerbrenner geworden.



Berlin – Die deutsche Gewerkschaft Verdi hat rund um das Ostergeschäft Streiks beim Onlinehändler Amazon angekündigt. An den Standorten Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen legten die Beschäftigten bereits in der Nacht zum Montag die Arbeit nieder, die Streiks sollen bis Donnerstag andauern, wie Verdi am Montag mitteilte.

Im hessischen Bad Hersfeld soll die Arbeit bis Dienstag ruhen, in Koblenz in Rheinland-Pfalz am Montag. Bestreikt wird damit das Geschäft vor den Osterfeiertagen, und auch an anderen Standorten könne es während der Osterzeit „jederzeit zu Arbeitsniederlegungen kommen“, kündigte die Dienstleistungsgewerkschaft an. Seit Jahren fordert Verdi eine Bezahlung der Beschäftigten des Onlineriesen nach den Tarifen des Einzelhandels. Amazon lehnt dies bisher ab und betont immer wieder, in seinen Logistikzentren werde am oberen Ende dessen gezahlt, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei.

„Die Beschäftigten geben nicht auf“, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger zu der neuen Streikrunde. „Sie treten auch weiterhin ein für ihr Recht auf einen Tarifvertrag.“ Tarifverträge seien ein „Zeichen für Respekt und Anerkennung der Arbeit“. (APA/AFP)

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