Letztes Update am Mo, 13.05.2019 10:36

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unternehmen

H&M musste in Österreich Steuern in Millionenhöhe nachzahlen

Die Verrechnungspreise der Konzernmutter waren aus österreichischer Sicht zu hoch. Für die Jahre 2013 bis 2015 mussten laut Steuerexperten 6,25 Millionen Euro nachgezahlt werden.

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Wien, Stockholm – Die Österreich-Tochter des schwedischen Bekleidungskonzerns H&M musste nach einer Betriebsprüfung Steuern in Millionenhöhe nachzahlen. „Die Verrechnungspreise waren aus österreichischer Sicht zu hoch, wodurch der Gewinn in der Vergangenheit niedrig war und weniger Steuern fällig wurden“, zitiert der Kurier (Montagausgabe) aus dem aktuellen Jahresabschluss.

Die H&M-Konzernmutter habe im Geschäftsjahr 2017/18 einen einmaligen gewinnerhöhenden Betrag von 25 Mio. Euro für die Jahre 2013 bis 2015 an die österreichische Tochter überweisen müssen. „Rechnet man mit einem Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent, ergibt das eine Steuernachzahlung in Höhe von 6,25 Millionen Euro“, sagte ein namentlich nicht genannter Steuerexperte der Zeitung.

H&M hat die schwedischen und österreichischen Finanzbehörden um ein Verständigungsverfahren gebeten, um die Doppelbesteuerung zu beseitigen. In Österreich zahlt der Bekleidungshändler nun mehr Steuern, in Schweden weniger. „H&M ist sich mit beiden Behörden über die abgeschlossene steuerliche Einkommenskorrektur einig“, sagte eine Konzernsprecherin dem Kurier. Der Nettoumsatz von H&M in Österreich sank im Geschäftsjahr 2017/18 um 0,3 Prozent auf 400,6 Mio. Euro. Der Jahresgewinn schnellte – unter anderem wegen des Beitrags der Mutter – von 6,86 Mio. auf 40,46 Mio. Euro in die Höhe. (APA)

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