Letztes Update am Mo, 13.05.2019 19:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Luftfahrt

Boeing 737 Max bleiben vermutlich bis weit in den August am Boden

Die Maschinen vom Typ 737 Max dürften für einen großen Teil des Ferienverkehrs nicht zur Verfügung stehen. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA ist dabei, eine verbesserte Software zu zertifizieren. Dieser Prozess könnte einige Monate in Anspruch nehmen.

Insgesamt starben fast 350 Menschen, als im März in Äthiopien und im Oktober in Indonesien eine 737 Max jeweils kurz nach dem Start abstürzten.

© AFPInsgesamt starben fast 350 Menschen, als im März in Äthiopien und im Oktober in Indonesien eine 737 Max jeweils kurz nach dem Start abstürzten.



Chicago, Washington – Die nach zwei folgenschweren Abstürzen unter Flugverbot stehenden Maschinen vom Typ 737 Max des US-Herstellers Boeing werden einem Bericht des Wall Street Journal zufolge vor Mitte August wohl nicht mehr einsatzfähig sein. Damit stünden sie für große Teile des Ferienverkehrs nicht zur Verfügung, schrieb die Zeitung am Montag.

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA ist gerade dabei, eine von Boeing verbesserte Software für das Flugsteuerungssystem MCAS zu zertifizieren. Die Software gilt als mögliche Ursache der Abstürze zweier Maschinen der indonesischen Fluglinie Lion Air und der äthiopischen Gesellschaft Ethiopian Airlines, bei denen insgesamt 346 Menschen starben. Der Bordcomputer soll die Nase der Boeing nach unten gedrückt haben, die Besatzung war nicht mehr in der Lage, den Fehler zu korrigieren.

Die FAA hatte bereits vor zehn Tagen mitgeteilt, dass der Zertifizierungsprozess einige Monate in Anspruch nehmen kann. Nach Informationen des Wall Street Journal müssen auch ausländische Flugsicherheitsbehörden kontaktiert und deren Antworten abgewartet werden. (APA/dpa)