Letztes Update am Mi, 05.06.2019 10:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unternehmen

App-Entwickler reichten Klage gegen Apple ein

Die Entwickler kritisieren, dass es „nur einen Online-Shop für Apps“ für Apple-Geräte gebe. Die Entwickler seien daher gezwungen, diesen für ihre Apps zu nutzen, die mit dem Apple-Betriebssystem iOS kompatibel sind.

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San Francisco – Mehrere App-Entwickler haben Klage gegen den US-Technologieriesen Apple wegen dessen App Store eingereicht. Die Entwickler stören sich am Monopol des Onlineshops für iOS-Anwendungen und den Gebühren, die der Konzern von ihnen verlangt, wie aus der am Dienstag bei einem Bundesgericht im kalifornischen San Jose eingereichten Klage hervorgeht.

Die Kläger werfen Apple vor, seine Marktmacht zu missbrauchen und damit kleineren und neuen Entwicklungsfirmen zu schaden. Sie fordern, dass die Klage als Sammelklage behandelt wird, der sich potenzielle weitere Betroffene anschließen könnten. Darüber muss ein Richter entscheiden.

Konkret kritisieren die App-Entwickler, dass es „nur einen Online-Shop für Apps“ für Apple-Geräte gebe. Die Entwickler seien daher gezwungen, diesen für ihre Apps zu nutzen, die mit dem Apple-Betriebssystem iOS kompatibel sind. Damit nutze Apple seine Marktmacht aus, was gegen das US-Wettbewerbsrecht verstoße.

Kritik an jährlichen Kosten

Außerdem streiche Apple einen 30-prozentigen Anteil bei kostenpflichtigen sowie bei solchen Apps ein, bei denen Nutzer zusätzliche Features kaufen können. Apple verlange außerdem von den Entwicklern jährlich 99 Dollar dafür, dass sie ihre Anwendungen im App Store überhaupt anbieten können. Der US-Konzern müsse dieses Monopol beenden und Wettbewerb beim Erwerb von iOS-Apps zulassen, fordern die Kläger.

Apple hatte in der Vergangenheit sein Management des App Store immer wieder verteidigt und argumentiert, dieser stehe für Qualitätsstandards und schließe Schadsoftware aus. Außerdem könnten die Entwickler ihre Produkte auch auf anderen Plattformen anbieten, etwa im Play Store von Google für Android-basierte Geräte. (APA/AFP)