Letztes Update am Fr, 07.06.2019 13:45

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Öl- und Gasproduktion

OMV zahlt 905 Millionen Euro für Anteil an russischem Gasfeld

Der österreichische Energiekonzern wird rund 25 Prozent an Blöcken 4A/5A der Achimov-Formation des Urengoi-Gasfelds von Gazprom erwerben.

v.l.n.r: OMV-Boss Rainer Seele, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Elisabeth Udolf-Strobl, Energieminister der Russischen Föderation Alexander Walentinowitsch Nowak, Vorsitzender des Gazprom  Management Committee Alexey Miller.

© v.l.n.r: OMV-Boss Rainer Seele, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Elisabeth Udolf-Strobl, Energieminister der Russischen Föderation Alexander Walentinowitsch Nowak, Vorsitzender des Gazprom Management Committee Alexey Miller.



Wien, Moskau – Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV und der russische Gasriese Gazprom haben einen Kaufpreis von 905 Mio. Euro für den möglichen Erwerb einer 24,98-Prozent-Anteils an den Blöcken 4A/5A der Achimov-Formation des westsibirischen Urengoi-Gasfelds durch die OMV vereinbart. Dies teilte die OMV am Freitag mit. Mit der Unterzeichnung der finalen Transaktionsdokumente werde bis Ende 2019 gerechnet.

Der Abschluss und die Durchführung der Transaktion selbst hingen unter anderem von der Genehmigung durch den OMV-Aufsichtsrat und von einer Einigung mit Gazprom hinsichtlich der finalen Transaktionsdokumente sowie behördlichen Genehmigungen ab.Der Kauf war Anfang Oktober vereinbart worden, heute wurden in einem „Amendment Agreement“ unter anderem der Kaufpreis und andere Eckpunkte fixiert.

Größte Erdgasreserven der Welt

Durch den Kauf würde die OMV Zugang zu den Blöcken 4A/5A der Achimov-Formation des Urengoi-Feldes erhalten, das Russlands größtes Erdgas- und Kondensat-Feld und eines der größten Erdgasfelder der Welt sei. Die Reserven der OMV würden durch den Erwerb bis zum Ende des Jahres 2044 um ungefähr 600 Millionen Barrel Öläquivalent („boe“) steigen. Der Betriebsführer rechnet mit dem Start der Produktion Ende 2020 und dem Erreichen eines Plateaus von mehr als 80.000 boe/Tag (Produktionsanteil von OMV) in 2026.

Der OMV-Anteil den Gesamtinvestitionen werde voraussichtlich rund 950 Millionen Euro bis Ende 2044 betragen, einschließlich der Erstattung von ungefähr 75 Millionen Euro für in den Jahren 2017 und 2018 getätigte Aufwendungen. (APA)

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