Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 13.06.2019


Unternehmen

Höhere Post-Preise sind möglich

Ab 2020 startet der neue Bankpartner, die Brüll Kallmus Bank, in den Filialen.

Laut Post-Chef Pölz wird sich das Geschäft nicht sehr verändern.

© APALaut Post-Chef Pölz wird sich das Geschäft nicht sehr verändern.



Wien – Post-Generaldirektor Georg Pölzl hat eine positive Bilanz über seine bald zehn Jahre als oberster Postler gezogen. 2018 sei das neunte Rekordjahr in Folge gewesen, das erste Quartal heuer sei auch gut gelaufen. Größte Herausforderung blieben Rückgänge im Briefgeschäft, sagte der Manager im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Preiserhöhungen schloss er nicht aus.

„Laufend“ seien Preisanpassungen nötig, so Pölzl. „Die Kosten steigen automatisch, ein Inflationsausgleich ist wohl das Mindeste, was man machen muss.“ Der Manager betonte, dass die börsennotierte, teilstaatliche Post zu den günstigsten Dienstleistern Europas gehöre. Konkrete Pläne zu Preissteigerungen verriet er nicht. Zuletzt hatte etwa die Deutsche Post angekündigt, ihre Preise für Briefe und Ansichtskarten per 1. Juli zu erhöhen.

Die Trends bleiben dieselben, „die Herausforderungen ändern sich, weil sich Welt und Wettbewerbsumfeld schneller ändern, als man denkt“, sagte Pölzl. So ganz grundsätzlich anders ausschauen werde das Post-Unternehmen in fünf bis zehn Jahren nicht. Es werde weiterhin physische Dokumente zum Zustellen geben. Nicht zu vergessen die steigende Anzahl der Pakete und deren Retouren sowie „vor allem Werbung, die in Österreich besonders wichtig ist“. Wichtig sei, dass der Brief relevant bleibe.

Ab 2020 will die Post mit ihrem neuen Bankpartner – nach einer pannenreichen Suche – starten, sagte Pölzl. Gute Geschäfte erhofft man sich vor allem im ländlichen Raum, wo sich andere Banken zurückziehen. In weiterer Folge werde man mit dem Partner, der Brüll Kallmus Bank, etwa auch Versicherungsprodukte auflegen. (APA, TT)