Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 14.06.2019


Bezirk Reutte

Ortswärme Lermoos zieht Bilanz: Millionen Liter Heizöl gespart

Ortswärme Lermoos liefert umweltschonende Wärme und positive Wertschöpfung.

Das Heizwerk der Ortswärme Lermoos versorgt seit zehn Jahren Haushalte und Betriebe mit nachhaltiger Wärme.

© MR-Service TirolDas Heizwerk der Ortswärme Lermoos versorgt seit zehn Jahren Haushalte und Betriebe mit nachhaltiger Wärme.



Lermoos – Die Ortswärme Lermoos wurde Ende 2009 mit 80 Abnehmern gestartet. Jetzt feiert das Fernheizwerk sein 10-Jahr-Jubiläum und legt dazu eine beeindruckende Bilanz vor.

Demnach konnte in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Abnehmer mehr als verdoppelt werden. Der jährliche Brennstoffbedarf beträgt mittlerweile rund 30.000 Schüttraummeter an Biomasse, die überwiegend aus Wäldern in Zwischentoren stammt. Mit dem Heizwerk wird die Wärmeversorgung von privaten, kommunalen und gewerblichen Objekten im 1100-Einwohner-Ort übernommen, der mit 4200 Gäste­betten auch großen Energiebedarf in der Hotellerie aufweist. „Für uns bedeutet der Anschluss an das Fernwärmenetz eine große Entlastung. Einmal angeschlossen, läuft die Wärmeversorgung nahezu vollautomatisch und unkompliziert. Noch dazu können wir die Wärme im Haus im Hinblick auf die Umwelt mit gutem Gewissen genießen“, erklärt Karl Rieder vom Sporthotel Loisach, einer der 165 Wärmekunden.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 20 Gigawattstunden Wärme produziert, die über ein rund zehn Kilometer langes Rohrleitungsnetz zu den Abnehmern verteilt wird. Bürgermeister Stefan Lagg unterstreicht die Bedeutung der Anlage, bei der auch die Gemeinde Lermoos als Gesellschafter beteiligt ist: „Durch die nachhaltige Energiegewinnung profitieren wir von einer geringen Belastung durch Hausbrand, außerdem wird weniger Öl verbraucht.“

Und das nicht zu gering. Durch den Einsatz von Biomasse und den hohen technischen Standard erspart die Ortswärme Lermoos dem Zugspitzkessel jährlich rund zwei Millionen Liter Heizöl und 6500 Tonnen Kohlendioxid. Geschäftsführer Klaus Flörl freut sich: „Die gute Zusammenarbeit mit der Betriebsführung und den Heizwarten sowie das große Vertrauen der Abnehmer und Lieferanten sind die Grundlage für den Erfolg.“

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