Letztes Update am So, 14.07.2019 21:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Italien

Vier Angebote für Alitalia eingereicht

Auch die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) sowie das Wirtschaftsministerium sollen einen Anteil an der neuen Alitalia halten.

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© Reuters(Symbolfoto)



Rom – Vier Gesellschaften haben bis zur am Sonntagabend ablaufenden Frist ein Angebot für die neue Alitalia eingereicht, die unter der Regie der Regierung in Rom entstehen soll. Dies berichtete der italienische Vizepremier und Industrieminister Luigi Di Maio auf Facebook.

Angebote wurden eingereicht von Atlantia, der Infrastrukturholding der italienischen Unternehmerfamilie Benetton, sowie von der italienischen Baugesellschaft Toto und dem kolumbianisch-brasilianischen Multimillionär German Efromovich, dem Mehrheitsaktionär von Kolumbiens Airline Avianca. Auch der römische Unternehmer Claudio Lotito, Eigentümer des Fußball-Erstligisten Lazio Rom, reichte ein Angebot ein, berichtete Di Maio.

Die italienische Regierung will bis zum Montagabend ihre Entscheidung über die Zukunft der insolventen Alitalia mitteilen. Wie Di Maio bestätigte, sollen die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) sowie das Wirtschaftsministerium einen Anteil an der neuen Alitalia halten. Als industrieller Partner wird die US-Airline Delta einsteigen.

Staatskredit immer wieder verlängert

„Bis morgen (Montag, Anm.) müssen wir zwischen den eingetroffenen Angeboten wählen und einen Dialog mit den Alitalia-Mitarbeitern starten, um zu einem Abkommen mit den Gewerkschaften zu gelangen. Ich hoffe, ich werde der letzte Minister sein, der sich um die Alitalia kümmern muss“, kommentierte Di Maio, der seit Monaten die Zukunft der Alitalia verhandelt.

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Die frühere staatliche Airline Alitalia hatte bereits Anfang Mai 2017 Insolvenz angemeldet. Seitdem kann sie nur dank Staatskrediten von mittlerweile 900 Mio. Euro ihren Flugbetrieb aufrechterhalten. Diese Staatshilfe war zunächst nur als vorübergehender Rettungsanker gedacht, doch Italiens Regierung musste die Kreditlinie immer wieder verlängern. (APA)