Letztes Update am Mo, 22.07.2019 15:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Banken

UniCredit vor massiven Jobbaubau, 10.000 Jobs in Gefahr

Jobkürzungen dürften vor allem in Italien erfolgen. Die Gewerkschaften kündigen massiven Widerstand an, sollte sich der Jobabbau bestätigen.

Stammhaus der UniCredit in Mailand

© UniCreditStammhaus der UniCredit in Mailand



Mailand – Die Bank Austria-Mutter UniCredit prüft im Rahmen des neuen Unternehmensplans 2020-2023, der am 3. Dezember im London vorgestellt wird, die Kürzung von 10.000 Jobs. Ziel sei die Senkung der operativen Kosten um zehn Prozent, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Montag.

In Sachen Jobkürzungen könnte es jedoch noch zu Änderungen kommen, so die Nachrichtenagentur, die sich auf mit dem Unternehmensplan vertraute Personen berief. UniCredit weigerte sich, die Gerüchte zu kommentieren. Der Entwicklungsplan 2020-2023 ist die Fortsetzung des Rationalisierungsplans „Transform 2019“.

Auch andere Länder betroffen

Die italienischen Bankengewerkschaften reagieren mit Sorge auf diese Gerüchte. Sollten sich diese bestätigen, habe UniCredit mit harten Reaktionen zu rechnen, so Lando Sileoni, Chef des Gewerkschaftsverbands FABI.

Laut den Indiskretionen werden die meisten Jobkürzungen UniCredits Heimatland Italien betreffen. Aber auch andere Länder, in denen das Geldhaus präsent ist, dürften nicht ungeschoren davonkommen. Im Rahmen des laufenden Unternehmensplans, der mit 2019 ausläuft, war der Abbau von 14.000 Jobs geplant worden. UniCredits CEO Jean-Pierre Mustier hatte zuletzt betont, dass der Unternehmensplan auf organischem Wachstum sowie auf mehr Effizienz basieren werde. Zuletzt hatte sich UniCredit komplett von der Online-Tochter Fineco getrennt und dafür 1,1 Milliarden Euro kassiert. (APA, TT.com)