Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 02.08.2019


Unternehmen

Uber fährt in Österreich nun als Reisebüro weiter

US-Fahrdienstvermittler umgeht als Reisebüro eine einstweilige Verfügung. Auch in Deutschland wird Uber vorgeworfen, mehr als ein Vermittler zu sein.

Uber wird in Deutschland wegen fehlender Lizenz verklagt.

© ReutersUber wird in Deutschland wegen fehlender Lizenz verklagt.



Wien – Seit wenigen Tagen dreht der US-Fahrdienstvermittler Uber in Österreich wieder seine Runden. Zuvor hatte die Taxibranche eine einstweilige Verfügung erwirkt, wonach Uber nicht ohne eine Niederlassung und eine Gewerbeberechtigung (für Taxi, Anm.) fahren darf. Nun tritt Uber in Österreich als Reisebüro auf, samt entsprechendem Gewerbe. Als Reisebüro darf man auch Mietautos und Taxis vermitteln. Ob dies im Fall von Uber rechtlich hält, ist strittig. Uber sieht sich in Österreich als Vermittler, der keine Fahrer beschäftige und auch keine Gäste selbst transportiere.

In Deutschland schwelt ein ähnlicher Konflikt. Der Taxi-Verband hat gegen Uber eine Klage eingebracht. Demnach beschränke sich Uber nicht auf die Vermittlung von Fahrten, sondern lege auch Preise fest und kassiere. Dafür benötige Uber eine Lizenz als Beförderungsunternehmen. (TT)